Haus Westermann in Nordkirchen: Neubau an der Schloßstraße könnte schon bald beginnen

hzHaus Mühlenstraße

Noch liegt der Schotterberg der ehemaligen Gaststätte Haus Westermann an der Schloßstraße. Bald soll er verschwinden, kündigt der Investor an und sagt auch, wie es um den Bauantrag steht.

Nordkirchen

, 03.01.2020, 12:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem Abriss im Sommer 2019 ist das ehemalige Gasthaus und Hotel Westermann an der Schloßstraße Geschichte. Was auch im neuen Jahr noch davon bleibt, ist ein meterhoher Schuttberg. Dieser wird auch noch ein paar Wochen zum Ortsbild Nordkirchens gehören.

Ab März werden die Überreste von Haus Westermann nach und nach verschwinden, kündigt Thomas Buhl, Architekt und Investor auf Anfrage dieser Redaktion an. Nach wie vor wartet Buhl auf eine Baugenehmigung für das „Haus Mühlenstraße“, wie das neue Gebäude heißen wird, das an derselben Stelle gebaut werden soll.

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Anfang September 2019 war Buhl noch zuversichtlich, dass es noch zum Ende des Jahres mit dem Bauantrag klappen könnte, diesen Zeitplan musste der Investor aus Schwerte allerdings verwerfen.

Durch den Nutzungsmix des zukünftigen Gebäudes sei die Prüfung des Bauantrags für die zuständige Kreisbehörde sehr kompliziert, erklärt Buhl. Im Haus Mühlenstraße sollen nicht nur Geschäftsräume, sondern auch Wohnungen, unter anderem für Senioren und Menschen mit Behinderung, entstehen.

Buhl: „Brandschutzprüfung ist sehr kompliziert“

Bereits im September erklärte Buhl, dass zum Beispiel die Brandschutzprüfung viel komplizierter sei, als bei einem „normalen“ Bauvorhaben. So müsse mit der Caritas, die als Hauptmieter in das Haus einziehen wird, genau geklärt werden, welche Menschen mit welchem Behinderungsgrad in die Wohnungen einziehen werden. Daran müsse sich der Brandschutz anpassen.

Anfang Dezember habe der Investor mit dem Kreis Coesfeld aber noch ein, wie er sagt, „sehr schönes Gespräch gehabt“. Letzte Hürden seien dabei aus dem Weg geschafft worden. Thomas Buhl rechnet jetzt Anfang Februar mit der Baugenehmigung.

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Damit würde die Vorbereitung der Bauarbeiten fast direkt anschließen. Zuletzt liefen jetzt auf dem Grundstück Bodengutachten, so Buhl. Das Ergebnis: Der Untergrund wurde teilweise aufgefüllt, an manchen Stellen ist er noch zu locker. In jedem Fall müsse er teilweise stärker befestigt werden, damit das Gebäude darauf errichtet werden kann. Das sei früher nicht problematisch gewesen, weil dort lediglich eine Pflasterfläche war, so Buhl.

Hier kommt auch der Schuttberg ins Spiel: Der wurde vorsortiert und wird als Recyclingschotter mit in den Boden eingearbeitet.

Investor rechnet mit zwölf Monaten Bauzeit

Für das neue Gebäude rechnet Thomas Buhl mit einer etwa zwölfmonatigen Bauzeit. Vorausgesetzt, dass kein schlimmer Frost herrscht. Im Frühjahr 2021 könnte der erste Teil des Gebäudes fertig sein. Die Arbeiten am Teil des ehemaligen Hauses Wißmann auf der Ecke Krampeneck sollen etwa ein dreiviertel Jahr zeitversetzt beginnen. Auch diese Arbeiten sollen etwa ein Jahr dauern.

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