Hilfskrankenhaus im Berufskolleg Coesfeld: Mehr als 60 Spontanhelfer haben sich gemeldet

Coronavirus

Die Planungen für ein Hilfskrankenhaus in Coesfeld schreiten mit riesigen Schritten voran. Über eine Entwicklung freuen sich die Verantwortlichen beim Kreis dabei ganz besonders.

Nordkirchen, Olfen, Selm

, 25.03.2020, 15:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt auch im Kreis Coesfeld. Er errichtet deshalb im Berufskolleg Coesfeld ein Hilfskrankenhaus.

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt auch im Kreis Coesfeld. Er errichtet deshalb im Berufskolleg Coesfeld ein Hilfskrankenhaus. © picture alliance/dpa

Nach dem Aufruf des Kreises Coesfeld am Dienstag (24. März), der ehrenamtliche Kräfte für sein geplantes Hilfskrankenhaus gewinnen will, meldeten sich innerhalb kürzester Zeit über 60 Freiwillige – darunter Ärzte, Pflegekräfte, Medizinstudierende, Heilpraktiker, aber auch Fachlehrkräfte.

Voran gekommen ist der Kreis auch bei der Raumfrage: Das Hilfskrankenhaus wird im kreiseigenen Pictorius-Berufskolleg in Coesfeld errichtet und soll Anfang kommender Woche betriebsbereit sein. Ausrüstung und Mobiliar werden derzeit zusammengetragen und transportiert. Zunächst werden 50 Plätze eingerichtet – je nach Bedarf kann die Zahl der Betten kurzfristig gesteigert werden.

Intensivbehandlung erfolgt weiterhin in regulären Krankenhäusern

„Hier sollen Menschen untergebracht werden, die erkrankt, aber insgesamt stabil und nicht mehr ansteckend sind – nach einem Krankenhausaufenthalt“, erklärt der Kreis Coesfeld. Die reguläre stationäre Versorgung und Intensivbehandlung erfolge weiterhin im Krankenhaus. Die neue Einrichtung soll die Krankenhäuser im Kreis Coesfeld entlasten.

„Wir benötigen einen möglichst großen ‚Pool‘ an Helfenden für einen Drei-Schicht-Betrieb“, betont Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Freiwillige können sich weiterhin online beim Kreis Coesfeld melden: www.kreis-coesfeld.de/corona-helfer-meldung

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