Weiterhin keine Sonntags-Messen in Nordkirchen, dafür aber werktags

Gottesdienste

Das Bistum Münster hat es bereits mitgeteilt: Ab dem 1. Mai dürfen wieder Gottesdienste stattfinden. In Nordkirchen hat sich Pfarrer Wolters aber gegen Sonntags-Gottesdienste ausgesprochen.

Nordkirchen

, 01.05.2020, 13:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius in Nordkirchen, Gregor Wolters, hat sich wegen strenger Corona-Auflagen vorerst gegen das Feiern von Sonntags-Gottesdiensten ausgesprochen.

Der Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius in Nordkirchen, Gregor Wolters, hat sich wegen strenger Corona-Auflagen vorerst gegen das Feiern von Sonntags-Gottesdiensten ausgesprochen. © Sophie Godelmann (A)

Ab dem 1. Mai dürfen wieder Gottesdienste im Bistum Münster stattfinden. Jedoch nur sehr stark eingeschränkt. Der Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius in Nordkirchen, Gregor Wolters, hat sich vorerst gegen das Feiern von Sonntags-Gottesdiensten ausgesprochen. Dafür nennt er einen einfachen Grund.

Die Umstände durch die Corona-Krise verlangen von den Kirchen sehr einschneidende Maßnahmen wie unter anderem Einlass-Kontrollen durchzuführen, Teilnehmer gegebenenfalls abzuweisen, wenn zu viele Menschen in der Kirche sind, und sicherzustellen, dass keine Menschen vor dem Kirchplatz verweilen. Zudem soll es in der Kirche Platzzuweisungen und -reservierungen geben und es darf nicht gemeinsam gesungen werden.

„Kein Sonntags-Gottesdienst, wie wir ihn feiern möchten“

Unter diesen Umständen sei es nur „sehr schwer, einen Sonntagsgottesdienst zu feiern“, schreibt Pfarrer Gregor Wolters in einer Pressemitteilung. „Wenn wir alle Corona-Regeln und Vorschriften umsetzen - und das ist selbstverständlich - dann dürften wir in unserer größten Kirche St. Pankratius in Südkirchen mit maximal 63 Gläubigen den Gottesdienst feiern. In den beiden anderen kleineren Kirchen entsprechend mit weniger Teilnehmern.“

Nach Wolters Einschätzung haben diese Gottesdienste „nicht den Charakter einer gemeindlichen Zusammenkunft, was uns sonst als Gemeinde so wichtig ist.“ Viele Dinge würden nicht oder nur sehr stark eingeschränkt möglich sein. „Das ist kein Sonntagsgottesdienst, wie wir ihn feiern möchten“, so Wolters weiter, „wir werden darum bis auf Weiteres in unserer Gemeinde keinen Sonntagsgottesdienst feiern.“

Werktags-Gottesdienste in allen drei Kirchen

Anders ist die Situation bei möglichen Werktags-Gottesdiensten. „Hier ist von vornherein die Teilnehmerzahl sicher sehr viel geringer, niemand muss abgewiesen werden“, so die Einschätzung Wolters‘. Auch die Erwartungshaltung der Besucher einer Werktags-Messe sei eine andere als bei Sonntags-Gottesdiensten: „Hier wird gewünscht, das Wort Gottes zu hören, das heilige Sakrament zu empfangen, und in Stille zu beten. Das ist durchaus möglich.“

Darum bietet die Katholische Gemeinde ab Montag, 4. Mai, Werktags-Messen an. Montags (ab 4. Mai) um 19 Uhr in der St.-Pankratius-Kirche Südkirchen, mittwochs (ab 6. Mai) um 19 Uhr in der St.-Mauritius-Kirche Nordkirchen sowie freitags (ab 8. Mai) um 9 Uhr in der St.-Dionysius-Kirche Capelle. „Mit den Erfahrungen dieser Gottesdienste werden wir dann von Woche zu Woche weitere Entscheidungen treffen“, so Wolters.

Gemeinde St. Mauritius:
  • Die Kirchen bleiben weiterhin tagsüber geöffnet für das persönliche Gebet. Die Seelsorger sind erreichbar, der Pastor auch bei Nacht. Seelsorgliche Gespräche, Krankenkommunion und Krankensalbung sind weiterhin möglich. Die Gemeinde St. Mauritius empfiehlt das Gebet in häuslicher Gemeinschaft sowie das Mitfeiern von Internet-Gottesdiensten.
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