Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Südkirchen wird deutlich kleiner

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Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt auf dem Heiermann-Grundstück in Südkirchen ist kleiner geworden, als zuletzt angekündigt. Anlieger hatten sich dafür stark gemacht.

Südkirchen

, 23.04.2020, 11:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei größere Gebäude in Klinkeroptik mit vielen Glasflächen, Wohnen für Generationen, für Ältere mit Pflege-Unterstützung: So sahen bis vor knapp vier Jahren Pläne für das Grundstück hinter der Caritas-Tagespflege an der Unterstraße in Südkirchen aus.

Daraus ist bekanntlich nichts geworden: Bei den Vertretern des Gemeinderats kam die grundsätzliche Idee zwar gut an, Bedenken gab es allerdings angesichts der Größe der beiden 40-Meter-Gebäude. Kritik gab es aus diesem Grund auch von den Anwohnern, weswegen das Projekt auf dem „Heiermann-Grundstück“ - das zur ehemaligen Arztpraxis an der Unterstraße gehört-, 2016 in dieser Form verworfen wurde.

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Vor rund eineinhalb Jahren hat ein neuer Investor die Planung für das knapp 5000 Quadratmeter große Grundstück aufgegriffen. Im November 2019 bestätigte die Gemeindeverwaltung auf Anfrage im Rat, dass die Nordkirchener Firma Reher erste Pläne erarbeitet habe, nach denen auf dem Grundstück zwei Gebäude mit insgesamt 26 Wohneinheiten entstehen sollen.

Auch diese Pläne haben sich in der Zwischenzeit aber deutlich verändert, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann jetzt auf Anfrage dieser Redaktion erklärt. „Die Anlieger wollen keine massiven Gebäude“, sagt Bergmann. Deshalb habe der Investor nachkalkuliert und seine Pläne für die Fläche überarbeitet.

Deutlich weniger Wohneinheiten auf der Fläche geplant

Die Pläne sehen jetzt statt 26 nur noch 18 Wohneinheiten vor, wie auch aus den Unterlagen für die anstehende Ratssitzung am 7. Mai (Donnerstag) hervorgeht. „Die Verwaltung ist weiterhin der Auffassung, dass es an dieser relativ ortszentral gelegenen Stelle von Südkirchen keine reine Einfamilienhausbebauung geben sollte, sondern es sich hier anbietet, kleinere Wohnungen in Form von Mehrfamilienhäusern zu realisieren. Das Grundstück kann sowohl von der Unterstraße als auch von dem Ahornweg aus erschlossen werden, sodass auch die Verkehrsbelastung in der Nachbarschaft verträglich bleibt“, heißt es in den Ratsunterlagen weiter.

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Zudem hätten sowohl der Kreis Coesfeld in seiner Pflegebedarfsplanung als auch der Caritasverband im Ortsteil Südkirchen einen Bedarf für altersgerechtes und betreutes Wohnen festgestellt, wie der Bürgermeister sagt. Nach wie vor sollen deshalb die Pläne auf dem Heiermann-Grundstück beide Wohnformen beinhalten, beschreibt Dietmar Bergmann.

Der Rat entscheide am 7. Mai allerdings noch nicht final. Die Pläne werden vielmehr vorgestellt. Im Anschluss würde, sofern der Rat zustimmt, eine frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung eingeleitet. Dann hätten alle Bürger die Möglichkeit, die Pläne im Detail einzusehen und gegebenenfalls Bedenken zu äußern.

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