Abwarten und auf niedrige Inzidenzen hoffen - so sieht es gerade im Kreis Coesfeld aus. © dpa
Coronavirus

Modellregion Kreis Coesfeld: Warten auf Landesvorgaben

Der Kreis Coesfeld gehört zu den Modellregionen in NRW, schon nächste Woche soll es losgehen. Was das aber konkret bedeutet, ist nach wie vor unklar. Der Kreis wartet - und schaut auf Inzidenzen.

Fragezeichen gibt es noch so einige beim Thema Modellregion. Dürfen alle Kommunen das gleiche? Und was ist eigentlich mit Coesfelds Partnerkreis Warendorf, dessen Inzidenz am Montag, 12. April, bei einem Wert von 108,6 liegt? Hat das Auswirkungen auf den Kreis Coesfeld?

Rahmenpunkte noch unklar

„Wir warten noch auf die konkreten Vorgaben der Landesregierung“, erklärt ein Sprecher des Kreises Coesfeld am Montag. Diese Vorgaben lagen am Montagabend zumindest noch nicht vor. Die Bürgermeister des Kreises hatten sich am Montag zur Bürgermeisterkonferenz getroffen und eigentlich gehofft, dann auch die Eckpunkte besprechen zu können. Allerdings vergebens.

„Wir müssen natürlich erst die Rahmenpunkte kennen“, sagt Wilhelm Sendermann, Olfener Bürgermeister und Sprecher der Bürgermeister des Kreises im Gespräch mit der Redaktion. „Aber vielleicht holen uns ja auch die Inzidenzwerte noch ein“, sagt Sendermann.

Am Montag lag die Inzidenz des Kreises bei 80,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Die Öffnungen sollen ab Montag (19. April) in Kraft treten – Voraussetzung ist eine Inzidenz unter 100. Den Öffnungswunsch – sollten die Zahlen es denn zulassen – betont Sendermann noch einmal: „Wir haben vor, bei niedrigen Werten, den Menschen Perspektiven aufzuzeigen.“ Und wie sieht es aus mit der Partnerregion Warendorf? Das weiß der Kreis noch nicht: „Wir hoffen, dass wir zusammen fahren, aber nicht im selben Boot sitzen“, sagt der Sprecher in Bezug auf die hohen Inzidenzzahlen dort.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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