Müllgebühren in Nordkirchen steigen 2020 - Wertstofftonne statt gelber Tonne?

hzAbfallentsorgung

2020 werden die Abfallgebühren in Nordkirchen steigen. Das hat auch mit dem Wertstoffhof zu tun. Erleichterung könnte eine neue Tonne verschaffen, die in Münster bald an den Start geht.

Nordkirchen

, 07.11.2019, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nordkirchener werden ab 2020 mehr Geld für die Müllentsorgung ausgeben müssen. Das gab die Gemeindeverwaltung jetzt in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bekannt. So wird die 80-Liter-Restmülltonne ab dem 1. Januar 2020 197 Euro statt 191 Euro kosten. Das entspricht einer Steigerung von etwa 3 Prozent.

Die kleine Restmülltonne ist allerdings nicht alleine von der Gebührensteigerung betroffen. Ein Überblick:

Restmüll

Die 120-Liter-Tonne kostet künftig 282 Euro statt zuletzt 274 Euro.

Für die 240-Liter-Tonne werden 539 Euro statt 521 Euro fällig.

In dieser Gebühr inbegriffen sind eine gelbe Tonne, eine Biotonne und eine Papiertonne.

Zusätzliche Gefäße

Wer eine zusätzliche 120-Liter-Biotonne braucht, zahlt dafür bald einen Euro mehr, also 71 Euro statt 70 Euro.

Die zusätzliche 240-Liter-Biotonne kostet 112 statt 110 Euro.

Bei den zusätzlichen Papiertonen ändern sich die Gebühren nicht. 120-Liter- und 240-Liter-Tonnen kosten weiterhin 19, beziehungsweise 21 Euro.

Die zusätzlichen Familientonnen werden sogar zum Teil günstiger. Das 80-Liter-Gefäß kostet dann statt 62 Euro nur noch 61 Euro. Die mittlere Familientonne (120 Liter) bleibt bei 75 Euro und die 240-Liter-Familientonne wird ebenfalls um einen Euro günstiger. Sie kostet ab 2020 statt 134 Euro nur noch 133 Euro.

Zusätzlicher Öffnungstag am Wertstoffhof macht sich bemerkbar

Womit begründet der Entsorger Remondis die Gebührensteigerung? Der Entsorger sagt, dass einerseits die Kosten gestiegen und die Erlöse gesunken seien.

Dazu trägt unter anderem der zusätzliche Öffnungstag am Wertstoffhof bei, für den Personalkosten anfallen. Außerdem lasse sich der Abfall schlechter verwerten. Immer häufiger würde beispielsweise Abfall in der Papiertonne landen, der eigentlich in die gelbe Tonne gehöre, so die Verwaltung. Dieser Anteil stieg von 16,6 Prozent (2017) auf 35 Prozent (2018). Die Folge: sinkende Papiererlöse (73 statt 90 Euro pro Tonne).

Wertstofftonne aus Münster ein Vorbild für Nordkirchen?

In der Ausschusssitzung kam außerdem die Diskussion auf, ob eine Wertstofftonne nicht auch in Nordkirchen sinnvoll wäre. Münster führt den Behälter 2020 ein und ersetzt damit die gelben Säcke.

Anders als in die gelbe Tonne dürfen in die Wertstofftonne zum Beispiel auch Kunststoffe, wie Eimer, Gießkannen, Kanister und Spielzeuge, oder Metalle, wie Töpfe, Pfannen und Werkzeuge. Der Vorteil sei, dass die Wertstofftonnen das Restmüllaufkommen senken könnten und den Bürgern die ein oder andere Fahrt zum Wertstoffhof erspart bliebe, erklärte Christoph Haub (CDU) im Ausschuss. Die Entscheidung für oder gegen die Wertstofftonne muss allerdings auf Kreisebene getroffen werden.

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