Neues Baugebiet in Nordkirchen: Gemeinde stellt ihre Pläne vor

Rosenstraße-Nord

In Capelle entstehen Baugrundstücke, in Südkirchen auch bald und im Ortsteil Nordkirchen soll auch neues Bauland erschlossen werden. Die Pläne für das Gebiet Rosenstraße-Nord liegen jetzt aus.

Nordkirchen

, 14.11.2020, 10:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dieser Fläche zwischen Fliederweg und Ferdinand-Kortmann-Straße soll das Neubaugebiet Rosenstraße-Nord entstehen.

Auf dieser Fläche zwischen Fliederweg und Ferdinand-Kortmann-Straße soll das Neubaugebiet Rosenstraße-Nord entstehen. © Karim Laouari

Die Planung der Gemeinde für ein neues Baugebiet im Ortsteil Nordkirchen geht weiter. Noch bis zum 5. Dezember (Samstag) können die Unterlagen für das Neubaugebiet „Rosenstraße Nord“ eingesehen werden. Am 19. Dezember 2019 hatte der Rat der Gemeinde beschlossen, ein Bebauungsplanverfahren für die Fläche zwischen Fliederweg und Ferdinand-Kortmann-Straße einzuleiten.

Während in Capelle im Neubaugebiet „Wohr“ bald gebaut werden kann - die Erschließungsarbeiten laufen derzeit noch - und in Südkirchen an der Capeller Straße die Erschließung bald beginnen soll, gibt es im Ortsteil Nordkirchen zurzeit keine freien Baugrundstücke mehr.

Die Nachfrage sei allerdings nach wie vor groß, erklärt die Gemeinde in den Erläuterungen zum geplanten Neubaugebiet. Der Bedarf sei „dringend“, heißt es weiter. So sollen auf den rund sieben Hektar Fläche, die derzeit noch landwirtschaftlich genutzt wird, Platz für Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser entstehen.

Der Plan sei, dass die Gemeinde etwa die Hälfte der dort entstehenden Grundstücke selbst vermarktet. Die restlichen Grundstücke befänden sich im Besitz der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius. Die Verkaufskonditionen der gemeindeeigenen Grundstücke stehen bereits fest: Der Quadratmeterpreis wurde vom Rat bei 190 Euro festgesetzt. Die Grundstücke für Einzel- und Doppelhäuser seien zwischen 400 und 600 Quadratmeter groß, heißt es in dem Text weiter.

Eine genaue Zahl, wie viele Grundstücke auf der Fläche entstehen, teilt die Gemeinde nicht explizit mit, laut der Pläne, die jetzt ausliegen, sind es über 60 Einzelgrundstücke. In den Erläuterungen ist allerdings von „bis zu 14 Mehrfamilienhäusern“ im Zentrum des Baugebiets die Rede, mit jeweils „bis zu acht Wohneinheiten“.

Für die Anwohner der direkt im Süden angrenzenden Wohngebiete „Rosenstraße West I und II“ mit den Straßen Boländers Wiese, Kleimanns Weg und Wiemanns Holt wird im ersten Schritt vor allem die Frage wichtig sein, wo der Baustellenverkehr entlanggeführt wird, wenn die Erschließung läuft und später auch die Bauherren mit ihren Arbeiten loslegen.

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„Die Tiefbauarbeiten sollen ausschließlich über die Ferdinand-Kortmann-Straße erfolgen. Die dann beauftragte Baufirma wird angewiesen, ihre Baufahrzeuge (Bagger, Radlader, etc.) ausschließlich über diese Straße fahren zu lassen“, schreibt die Gemeinde. Eine direkte Zuwegung über die Straßen Wiemanns Holt, Kleimanns Weg und Boländers Wiese sei nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Auch nach der Erschließung soll der Bauverkehr durch Schilder und Durchfahrtsperren für Lkw über die Ferdinand-Kortmann-Straße ins Baugebiet geleitet werden.

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Was die zeitliche Planung angeht, will die Gemeinde bis zum Sommer 2021 die politischen Beratungen beendet haben. Entscheidet sich der Rat mehrheitlich für das Baugebiet, könnte die Erschließung im Winter 2021/2022 beendet sein und die ersten Bauherren Anfang 2022 mit dem Bau beginnen, so die optimistische Prognose der Gemeinde.

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