Neues Baugebiet in Südkirchen: Gemeinde stellt Details und möglichen Zeitplan vor

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Südkirchen soll ein neues Baugebiet bekommen. Das Interesse ist groß. Junge Familien wollen vor allem wissen, wann die Grundstücksvergabe beginnt. Die Gemeinde macht eine erste Prognose.

Südkirchen

, 01.11.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Nachfrage nach Baugrundstücken in der Gemeinde Nordkirchen ist nach wie vor groß. Das zeigt sich nicht nur an der Warteliste der Gemeinde - über 100 Interessenten stehen laut Aussage von Bauamtsleiter Josef Klaas zurzeit darauf.

Es zeigte sich auch an der großen Resonanz auf die letzte Informationsveranstaltung der Gemeinde zum geplanten Baugebiet in Südkirchen zwischen Capeller Straße und Münsterstraße.

Fast 80 Besucher waren bei der Veranstaltung in der Grundschule Südkirchen. Im Eingangsbereich der Schule waren weniger als eine Handvoll Sitzplätze frei. Das Publikum war bunt gemischt: Von jungen Familien bis zur Großeltern-Generation war alles vertreten.

Nachverdichtung schafft nur einen Teil des nötigen Wohnraums

Bürgermeister Dietmar Bergmann machte dabei noch einmal deutlich, warum aus Sicht der Gemeindeverwaltung ein zusätzliches Baugebiet in Südkirchen nötig ist. So sei die Nachverdichtung eine Möglichkeit, weiteren Wohnraum zu schaffen, erklärte Bergmann. Gemeint ist damit, freie Flächen oder große Grundstücke in vorhandenen Baugebieten zu nutzen. Nachverdichtung sei vorgeschrieben, so Bergmann. Sie bediene aber nur einen Teil der Nachfrage.

Neues Baugebiet in Südkirchen: Gemeinde stellt Details und möglichen Zeitplan vor

So sieht der erste Entwurf für das geplante Baugebiet in Südkirchen aus. © Gemeinde Nordkirchen

So sollen in Südkirchen 42 Grundstücke für Einfamilienhäuser entstehen, aber auch Grundstücke für Mehrfamilienhäuser. Die Gemeinde hat gerade bei den Wohnungen auch die Älteren im Blick. So zitierte der Bürgermeister Prognosen des Statistischen Landesamtes IT NRW, nach denen bis 2040 der Anteil der Über-80-Jährigen um 115 Prozent steigen werde.

Angebot für junge Familien und ältere Nordkirchener

Wenn aus dem Bau- ein Wohngebiet geworden ist, könnte dort also ein Angebot sowohl für junge Familien als auch ältere Nordkirchenern entstehen. Gerade für die Bauinteressierten ist aktuell eine Frage besonders wichtig: Wann soll die Vermarktung für die Grundstücke starten?

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Datums-genaue Prognosen gibt die Gemeinde nicht heraus. So verwiesen sowohl Dietmar Bergmann als auch Bauamtsleiter Josef Klaas auf den noch nicht abgeschlossenen Planungsprozess. Heißt: Das Baugebiet als solches ist noch in der politischen Diskussion, der dafür notwendige Flächennutzungsplan muss noch durch den Rat beschlossen werden. Dafür - und an diesem Punkt ist die Verwaltung zurzeit - müssen die Pläne öffentlich ausliegen und sowohl Privatleute als auch öffentliche Stellen die Möglichkeit bekommen, Einsprüche oder Anmerkungen zu äußern.

Grundstücksvergabe im ersten Halbjahr 2020 möglich

Zurück zur Ausgangsfrage: „So schnell wie möglich“ solle die Vergabe starten, so Bergmann. Der Plan sei, die Vergabekriterien Anfang 2020 in der Politik zu beschließen. Dann könne die Grundstücksvergabe zum Ende des ersten Halbjahres 2020 beginnen.

Die Grundstücke für Einfamilienhäuser selbst sollen im Schnitt zwischen 400 und 500 Quadratmeter groß sein, kündigte Josef Klaas an.

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Bedenken gab es bei der Frage, wo die Mehrfamilienhäuser gebaut werden könnten. Gerade Anwohner des Holtwegs zeigten wenig Begeisterung, dass direkt hinter ihrem Garten ein Mehrfamilienhaus stehen könnte. Vielleicht passen da aber die mögliche Tiny-House-Siedlung wie die Faust aufs Auge. So deutete die Verwaltung an, den Bereich für die Mini-Häuser angrenzend an die Holtweg-Siedlung einzuplanen. Damit es allerdings so kommt, müssten sich zuerst genügend Interessenten für Tiny Häuser in Südkirchen finden.

Erweiterung des Baugebiets nach Norden möglich

Sollte die Nachfrage nach Baugrundstücken in den kommenden Jahren weiter anhalten, sieht die Gemeinde Erweiterungsmöglichkeiten für das Baugebiet. So werde der erste Bauabschnitt bereits so angelegt, dass eine Erweiterung in Richtung der Straße Zum Holt im Norden möglich wäre, kündigte Josef Klaas an.

Bei dieser Planung sei aber von einem Zeitraum „in den kommenden Jahrzehnten“ die Rede, so Klaas.

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