Schloss Nordkirchen ist ein beliebtes Ziel - und kann hoffentlich im Sommer wieder zu entspannteren Bedingungen besucht werden. © Goldstein
Tourismus

Nordkirchen hofft auf Jubiläum 2022, um Tourismus wieder zu fördern

Der Rückgang im Tourismus geht auch am Münsterland nicht vorbei. Das geht aus einer Mitteilung von IT.NRW hervor. Die Gemeinde Nordkirchen hofft deshalb auf das Gemeinde-Jubiläum 2022.

Dass es aufgrund der Corona-Krise um den Tourismus schlecht bestellt ist, das ist kein Geheimnis. IT.NRW liefert dazu Zahlen: Sowohl die Zahl der Gäste als auch die der Übernachtungen im NRW-Tourismus fielen im Jahr 2020 auf ein historisches Tief, heißt es in einer Pressemitteilung. Beherbergungsbetriebe und Campingplätze verbuchen 54,9 Prozent weniger Besucher und 46,5 Prozent weniger Übernachtungen als im Jahr 2019.

Davon betroffen seien alle Betriebsarten. Eine Entwicklung, die sich auch im Münsterland bemerkbar macht. Michael Kösters, Generalbevollmächtigter und Bereichsleiter Tourismus bei der regionalen Management-Organisation Münsterland e.V. bezeichnet dies als einen großen „Rückschlag für die sehr positive Tourismusentwicklung der letzten 30 Jahre.“ Die Region liege laut der Zahlen von IT.NRW bei Werten wie in 1990 – bei 927.591 Ankünften mit einem Minus von 47,2 Prozent gegenüber 2019 und 2.405.394 Übernachtungen mit einem Minus von 40,2 Prozent.

Starker Rückgang der Besucherzahlen

Die Gemeinde Nordkirchen bildet in dieser Entwicklung keine Ausnahme. „Wir realisieren auf jeden Fall einen starken Rückgang der Besucherzahlen. Bei schönem Wetter sind zwar Gäste von außerhalb in der Schlossgemeinde – und hier überwiegend im Schlosspark – unterwegs, aber bei weitem nicht so viele wie normalerweise“, sagt Meike Teetz vom Tourismusmanagement Nordkirchen. Das sei aber aufgrund der Corona-Situation „genau richtig so und aktuell leider unumgänglich“.

Die Tourist Information ist aktuell noch geschlossen, aber per Telefon und Mail weiterhin erreichbar. Die Nachfragen seien gering, sagt Teetz. Dennoch: „Einige Besucher fragen gezielt nach Angeboten im Sommer bzw. für den Spätsommer. Es gibt auch durchaus Anfragen für Radtouren und für Fahrradvermietungen.“

Kein gutes erstes Quartal im Jahr 2021

Doch die Prognose für das erste Quartal 2021 sieht laut Münsterland e.V. nicht gut aus. Grund dafür sei laut Michael Köster, dass man im Jahr 2020 zumindest bis Mitte März noch habe reisen können, dies aber aufgrund des Lockdowns aktuell nicht möglich sei. Seine Prognose: „Die Zeit nach Ostern hängt sehr vom Maß der Lockerungen ab, ein uneingeschränktes Reisen wird es aber auch danach nicht sofort geben und das Vertrauen der Bevölkerung in gefahrloses Reisen ist in den vergangenen Monaten deutlich gesunken.“

Für Nordkirchen ist geplant, den Tourismus sobald wie möglich wieder aufzupäppeln. Maike Teetz: „Im Jahr 2022 feiert die Gemeinde Nordkirchen ihren 1.000 Geburtstag. Wir hoffen, dass sich die Lage bis dahin entspannt hat und wir unter Einbeziehung des Einzelhandels und der örtlichen Wirtschaft ein richtig gutes Jahr 2022 mit vielen Gästen feiern können.“

Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt