Schuttberg an der Schloßstraße ist weg - Wie geht es jetzt weiter?

hzWestermann-Grundstück

Auf dem Westermann-Grundstück an der Schloßstraße hat sich was getan. Der Großteil des Schutthügels ist verschwunden. Weniger kompliziert ist das Projekt allerdings nur bedingt geworden.

Nordkirchen

, 04.10.2020, 17:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mount Noki ist so gut wie verschwunden. Gemeint ist damit der Schuttberg auf dem Grundstück des ehemaligen Gasthauses und Hotels Westermann an der Schloßstraße in Nordkirchen. Endlich, werden viele Nordkirchener denken, denn die Namen „Mount Noki“ oder „Rodelhügel“ waren keine liebevollen Bezeichnungen für den Schuttberg.

Nachdem Investor Thomas Buhl Ende August angekündigt hatte, dass auf dem Grundstück die Arbeiten wieder begonnen hätten und die Abriss-Reste verschwinden würden, dauerte es allerdings noch einmal einige Wochen, bis das Ergebnis dieser Arbeiten tatsächlich sichtbar wurde. Innerhalb weniger Tage dann hatte das beauftragte Unternehmen allerdings den Schutt abgetragen. Das Material wird genutzt, um den Untergrund zu stabilisieren.

Erdarbeiten sind noch nicht ganz abgeschlossen

Bereits in der Vergangenheit erklärte Investor und Architekt Thomas Buhl, dass gerade der Untergrund im ehemaligen Hof des Gasthauses noch nicht tragfähig genug sei, um ein Gebäude darauf zu errichten. Vom Gebäude selbst ist jetzt nur noch an der Mühlenstraße ein Teil des Treppenhauses zu sehen.

Nicht mehr viel ist übrig geblieben vom ehemaligen Gasthaus und Hotel.

Nicht mehr viel ist übrig geblieben vom ehemaligen Gasthaus und Hotel. © Karim Laouari

Abgeschlossen seien die Erdarbeiten allerdings noch nicht, heißt es auf Anfrage der Redaktion bei der Gemeinde Nordkirchen. So müsse der vorhandene Keller noch abgedichtet und weitere Räume verfüllt werden. Dann erst könnten Arbeiten für die Fundamente beginnen und schließlich auch die Maurer zur Tat schreiten, erklärt Bauamtsleiter Josef Klaas.

Noch warte der Investor aber auf Mittel aus der Wohnbauförderung der NRW-Bank für die zwei Wohngruppen für Menschen mit Behinderung und die Seniorenwohnungen. Dies werde zurzeit beim Kreis Coesfeld geprüft, so Klaas weiter.

Durch die komplexe Nutzung des Gebäudes erwies sich die Planung des zukünftigen Hauses an der Mühlenstraße bereits in der Vergangenheit als - vorsichtig ausgedrückt - schwierig. Neben der Caritas als Ankermieterin sollen unter anderem auch die Tourist Information dort einziehen und weiterer Wohnraum entstehen.

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Schon in der Vergangenheit hat es bei dem Projekt zwischen Gemeinde und Investor auf der einen Seite und dem Kreis Coesfeld als Genehmigungsbehörde geknirscht. Gemeinde und Investor haben bemängelt, dass das Genehmigungsverfahren zu lange dauere. Der Kreis Coesfeld wiederum hat diesen Vorwurf von sich gewiesen und unter anderem auf nicht rechtzeitig eingereichte Unterlagen hingewiesen.

Ein Blick in die Überreste von Haus Westermann: Der Keller ist noch in Teilen vorhanden und muss abgedichtet werden.

Ein Blick in die Überreste von Haus Westermann: Der Keller ist noch in Teilen vorhanden und muss abgedichtet werden. © Karim Laouari

Auch die Nordkirchener UWG hat zwischenzeitlich die Geduld verloren und wollte den Vertrag mit Thomas Buhl über einen Ratsbeschluss rückgängig machen. Allerdings hat auch der Kreis Coesfeld bereits im Juli 2020 im Gespräch mit dieser Redaktion bestätigt, wie kompliziert das Vorhaben von Thomas Buhl sei.

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