Schuttberg an der Schloßstraße in Nordkirchen soll bald verschwinden

hzHaus Westermann

Der Schuttberg an der Schloßstraße / Ecke Mühlenstraße sorgt immer häufiger für Spott und Ärger in Nordkirchen. Der Berg soll bald verschwinden. Das hängt jetzt aber am Kreis Coesfeld.

Nordkirchen

, 14.02.2020, 10:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Haus Westermann ist Geschichte. Was an der Schloßstraße in Nordkirchen von dem ehemaligen Gasthaus und Hotel geblieben ist: ein riesiger Haufen Schotter. Seit Monaten liegt der Hügel dort, abgesperrt mit Bauzäunen.

Irgendwo zwischen Verwunderung und Spott liegen die Reaktionen auf dieses Bild der Verwüstung. Als „Rodelhügel“ oder „Mount Noki“ wird der Schotterhügel bezeichnet. Andere machen gerade in den sozialen Medien keinen Hehl daraus, dass das jetzige Bild an der Schloßstraße / Ecke Mühlenstraße freundlich ausgedrückt unansehnlich ist.

Das ist auch Bürgermeister Dietmar Bergmann bewusst, der im Gespräch mit dieser Redaktion bestätigt, dass auch im Rathaus die Nachfragen nach dem Stand beim geplanten Haus an der Mühlenstraße regelmäßig kommen.

Baugenehmigung bis Ende Februar

Gemeinde und der Schwerter Investor Thomas Buhl gehen davon aus, dass die Baugenehmigungen für beide geplanten Gebäude Ende Februar vorliegen werden. So hat Thomas Buhl, wie er bereits Ende 2019 gegenüber dieser Redaktion erklärte, bereits im Sommer des vergangenen Jahres alle erforderlichen Unterlagen bei der Genehmigungsbehörde- dem Kreis Coesfeld- eingereicht.

Bei der Komplexität des Bauantrags und öffentliche Fördermitteln, die Teil des Projekts sind, standen Investor, Gemeinde und Kreis Coesfeld allerdings in regelmäßigem Austausch, wobei auch immer wieder Unterlagen nachgereicht werden mussten, wie Bergmann erklärt.

Ein wichtiger Schritt sei jetzt erreicht: Für die öffentliche Förderung sei jetzt alles geklärt, sagt Dietmar Bergmann.

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Das Komplexe an dem Bauprojekt an der Schloßstraße ist die gemischte Nutzung aus Ladenfläche im Erdgeschoss, behindertengerechten Wohnungen, vermietet und betreut durch die Caritas eine Etage darüber und den seniorengerechten Wohnungen.

Gerade beim Thema Brandschutz gebe es bei der Planung etliche Vorgaben, die es einzuhalten gilt, erklärte Thomas Buhl gegenüber der Redaktion. Dabei seien die Anforderungen an den Brandschutz nicht vergleichbar mit einem reinen Wohnhaus, fügte Buhl hinzu, der unter anderem in Schwerte bereits ähnliche Projekte umgesetzt hat.

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2014 stellte der Investor seine Idee für einen Neubau an der Stelle der ehemaligen Gaststätte vor. Erst im Sommer 2019 wurde Haus Westermann dann aber tatsächlich abgerissen. Wäre es nach Investor und Gemeinde gegangen, wäre die Baugenehmigung schon Ende 2019 durch gewesen.

Thomas Buhl schätzt, dass die Bauzeit pro Gebäude bei etwa einem Jahr liegt. Damit wäre der zuletzt genannte Fertigstellungszeitraum von Frühjahr 2021 noch realistisch. Das gilt für das Haus an der Mühlenstraße. Das zweite Gebäude direkt daneben soll nicht parallel, sondern um etwa ein dreiviertel Jahr zeitversetzt gebaut werden.

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