Meinung

Skatepark Nordkirchen: Gemeinde muss Bürgerengagement nutzen

Eine Initiative setzt sich für die Sanierung des Skatesparks am Schloss Nordkirchen ein. Etwas Besseres konnte der Gemeinde nicht passieren, meint unser Autor. Sie muss das Engagement nutzen.
Im Nordkirchener Skatepark treffen sich nicht nur Skateboarder, sondern auch BMX- oder Scooter-Fahrer. © Julian Preuß

Schön sieht der Skatepark am Schloss Nordkirchen wahrlich nicht mehr aus. Die Aufbauten sind beschmiert, es sind Stolperfallen vorhanden und wirklich gut rollt es sich auf dem rauen Boden auch nicht mehr. Gleichzeitig liegt er versteckt hinter hohen Bäumen und dichten Sträuchern.

Genauso stelle ich mir einen Treffpunkt für Menschen vor, die sich unbeobachtet fühlen wollen – schlimmstenfalls für Alkohol-, Drogenkonsum, oder was auch immer. Diese Sorge teilt auch eine Initiative, bestehend aus einer Gruppe von Skatern. Wie die Gemeindeverwaltung auch, haben sie die Vereinsamung des Skateparks beobachtet. Mit ihrer Forderung nach einer Sanierung wollen sie dem Verfall und der Verwahrlosung der Anlage zurecht entgegenwirken.

Die Gemeinde Nordkirchen muss sich dieses Engagement unbedingt zunutze machen. Denn etwas Besseres hätte ihr nicht passieren können – aus folgendem Grund: Die Gruppe fordert nicht einfach die Sanierung und den Bau neuer Rampen ein. Sie zeigt sich kompromissbereit und sucht nach Lösungen. Mit einer Umfrage ermittelt sie, was sich die Skater überhaupt wünschen.

Moderner Skatepark durch konstruktive Zusammenarbeit

Die Gemeindeverwaltung kann von dem Engagement und dem Know-How der Skater davon nur profitieren. Hält sie den Kontakt zur Gruppe, kann der Skatepark sinnvoll saniert werden. So lässt sich vermeiden, dass Rampen zu hoch und zu steil gebaut werden sowie Kanten entstehen. Mit einer solchen konstruktiven Zusammenarbeit könnte der Skatepark zu einem weiteren Hingucker in der Gemeinde werden.

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