Tanken in Zeiten von Corona: Mehr Snacks aber weniger Kraftstoff

hzTanken in Nordkirchen

Wegen des Coronavirus sind die Menschen in Nordkirchen weniger mit dem Auto unterwegs. Das zeigt sich auch bei den Tankstellen in der Gemeinde. In einem anderen Bereich gibt es mehr Absatz.

Nordkirchen

, 20.04.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer gerade auf die Preise an den Tanksäulen blickt, kann sich freuen: Die Preise für Kraftstoff sind auf einem Tief, wie es schon seit Jahren nicht mehr geherrscht hat, wie die deutsche Presse-Agentur berichtet. Allerdings sind aktuell auch deutlich weniger Menschen darauf angewiesen zu tanken.

Probelauf beim Thema nur mit Karte zahlen

„Die Leute sind weniger mit dem Auto unterwegs“, sagt Anja Wesselmann von der Raiffeisen-Tankstelle in Südkirchen, „das geht einem ja selber auch so." Trotz der niedrigeren Preise. Wesselmann bestätigt, dass an der Tankstelle deutlich weniger los sei. Wenig zu tun bedeutet das durch den angrenzenden Raiffeisen-Markt aber trotzdem nicht. Denn gerade dort sei durch die Poststelle allerhand los. Christian Poppenborg, Geschäftsführer der Raiffeisen Lüdinghausen eG, zu denen auch die Tankstelle Südkirchen gehört, hatte für März und April von „deutlichen Umsatzrückgängen“ gesprochen.

Doch auch sonst lassen sich bei den Kunden ein paar Veränderungen feststellen, sagt Anja Wesselmann. „Die Leute tanken vermehrt auch abends und nachts“, sagt Wesselmann. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten ist dann eine Zahlung via EC-Karte möglich - ansonsten kann nur im Tankstellengebäude gezahlt werden. An der Tankstelle in Südkirchen kann nämlich 24 Stunden am Tag getankt werden. Das werde vor allen Dingen von jüngeren Kunden genutzt, so Wesselmann. Ein Probelauf von vier Stunden, bei dem die Kunden dann ausschließlich mit EC-Karten zahlen mussten, sei aber durchgefallen. Da hätte sich ein Großteil der Kunden doch gewünscht, wieder in der Filiale zu zahlen - natürlich mit genug Abstand.

Mehr Snacks, weniger Kraftstoff

Auch an der Aral-Tankstelle an der Lüdinghauser Straße in Nordkirchen wird weniger getankt. „Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkung ist der Kraftstoffabsatz an der Aral Station in Nordkirchen zurückgegangen“, sagt Aral-Pressesprecher Detlef Brandenburg auf Anfrage. Wie stark der Rückgang ist, dazu wolle man sich aus Wettbewerbsgründen allerdings nicht äußern.

Einschränkungen der Öffnungszeiten oder ähnliches, wie es manche Tankstellen bereits praktizieren gebe es aber nicht. Stattdessen wurde einiges an Sicherheitsvorkehrungen aufgefahren: So gibt es zum Beispiel eine Plexiglas-Scheibe im Kassenbereich und Kunden können vor der Nutzung der Zapfpistole Dieseleinweghandschuhe nutzen, die an den Zapfsäulen im Spender vorhanden sind, so Brandenburg. In einem anderen Bereich hingegen, gibt es seit Corona einen Zuwachs zu verzeichnen: „Im Shopgeschäft sind Tabakwaren sowie salzige Snacks wie Chips und Salzstangen etc. besonders gefragt“, sagt der Aral-Sprecher.

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