Vereine werden in die Pflicht genommen

NORDKIRCHEN Insgesamt knapp 11 000 Euro wird ab dem Jahr 2009 bei den Sportvereinen gespart. Dies hat der Ausschuss für Familie, Sport und Freizeit in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen (wir berichteten). Um auf diese Summe zu kommen, gibt es zwei Wege: Entweder werden die Zuschüsse gekürzt oder die Vereine müssen durch Eigenleistung die Gemeinde entlasten

von Von Malte Woesmann

, 09.11.2007, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ratsmitglied Wilfried Janke, SPD.

Ratsmitglied Wilfried Janke, SPD.

 "Aber wie soll dies aussehen. Was können die Vereine denn tun", fragte SPD-Ratsherr . "Wenn die Fußballvereine zum Beispiel ihre Plätze selber mähen würden, dann würde dies den Bauhof entlasten", entgegnete Bürgermeister Friedhard Drebing. Dabei würde natürlich nur das berücksichtigt, was demnächst zusätzlich geleistet wird. Arbeiten, die jetzt schon übernommen worden sind, könnten nicht herangezogen werden.

Leichte Handwerksarbeiten

  "Es können aber auch leichte Handwerkerarbeiten sein, die die Gemeindekasse entlasten", fügte CDU-Ratsherr Heinrich Ernst an. In den Vereinen gebe es genügend handwerklich Begabte, die kleinere Arbeiten erledigen könnten, so Ernst weiter. Dies waren nur ein paar Beispiele, wie die Gemeinde durch Eigenleistung der Vereine entlastet werden könnte. Dann müssten die Zuschüsse nicht, oder nur teilweise, gekürzt werden.

"Ein Pils weniger"

  Meinhard Tegeler (Grüne) sah jedoch das Problem, dass ein kleiner Verein wie zum Beispiel der TTC Südkirchen Probleme bekommen könnte, seinen Anteil am Sparpaket zu schultern. "Wo wollen die denn noch sparen", so Tegeler. Die Ausschussvorsitzende Hedwig Lakemeier wusste darauf bereits die Antwort. "Beim TTC weiß jeder bereits darüber Bescheid. Man hat sich darauf eingestellt. Dann gibt es halt im Monat ein Pils nach dem Training weniger. Damit hat man beim Verein auch kein Problem", so Lakemeier.

  

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