Verseuchte Wilke-Wurst auch im Kreis Coesfeld: Eine Einrichtung in Nordkirchen betroffen

hzLebensmittelskandal

Über 50 Betriebe sind vom Lebensmittelskandal rund um die Wurst-Firma Wilke betroffen. Auch eine Einrichtung in Nordkirchen hat Wurst von dem hessischen Unternehmen erhalten.

Olfen

, 12.10.2019, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Skandal rund um die Firma Wilke und ihre Wurstwaren wird immer größer. Mittlerweile sind drei Todesfälle aus drei verschiedenen Bundesländern bekannt, die in direktem Zusammenhang mit der Wurst des hessischen Unternehmens stehen. Auch in den Kreis Coesfeld sind Wurstwaren von Wilke geliefert worden - sogar an eine Einrichtung in Nordkirchen.

„54 Betriebe sind betroffen“, erklärt Christoph Hüsing, Pressesprecher des Kreis Coesfeld. Allerdings sei es aktuell noch möglich, dass „noch ein bisschen was dazu kommt“.

Supermärkte, Krankenhäuser und Kindergärten sind betroffen

Etwa 85 Prozent aller Betriebe seien bereits kontrolliert, acht würden noch ausstehen. Doch er sei guter Dinge, dass auch die „heute noch kontrolliert werden“, sagte Hüsing am Freitag, 11. Oktober.

Zu den bislang 54 Betrieben zählen allerdings nicht „die meisten Supermärkte“. Denn die würden ihre Rückrufe zentral regeln, weshalb der Kreis Coesfeld damit dann nichts zu tun habe. 23 der betroffenen Betriebe seien Gaststätten oder Imbissbetriebe, erzählt er.

Jetzt lesen

Auch Krankenhäuser, Kindergärten oder Wohnheime seien betroffen. So seien 20 sogenannte „Gemeinschaftseinrichtungen“ von der Firma Wilke oder über Umwege mit der Wurst des Unternehmens beliefert worden. Genaue Angaben zum Standort der Betriebe, die mit der Wurst beliefert wurden, könne er allerdings nicht machen.

„Bei uns wurde überhaupt nicht nachgefragt“

Eine betroffene Einrichtungen ist das Altenhilfezentrum St. Mauritius in Nordkirchen. Das bekommt seine Verpflegung vom D&D Bistro/Café und Restaurant. Dort habe es Wurst der Firma Wilke gegeben, erklärt Mitarbeiter Mijic Droste. Nach einem Hinweis des Lieferanten seien aber keine Produkte mehr verwendet worden.

Nachfragen von Bewohnern oder ihren Angehörigen bezüglich der verwendeten Wurst im Altenheim habe es jedoch nicht gegeben. So war es auch in Olfen beim St.-Vitus-Stift. „Bei uns wurde überhaupt nicht nachgefragt“, sagt Christa Kehl, die die Hausleitung inne hat.

Kinderheilstätte Nordkirchen hatte keine Wilke-Wurst

Kurz nachdem der Wurst-Skandal bekannt wurde, habe sie mit der Hauswirtschaftsleitung der Einrichtung gesprochen. Wurst von Wilke hat das St.-Vitus-Stift aber „noch nie bezogen“, stellt sie klar. „Für uns war Wilke noch nie ein Thema.“

Die drei Einrichtungen der Kinderheilstätte Nordkirchen sind ebenfalls nicht von dem Lebensmittelskandal betroffen. Pressesprecherin Hannah Iserloh erklärt, dass es sowohl in den beiden integrativen Kindertageseinrichtungen als auch im Wohnheim keine Wurst der Firma Wilke gab.

„Wir haben bei uns nichts“, sagt sie. Ob es Nachfragen von Eltern gab, wisse sie allerdings nicht sicher. Zumindest seien ihr aber keine bekannt.

Lesen Sie jetzt