Villa Altendorf in Nordkirchen - Land NRW bestätigt konkrete Vertragsverhandlungen

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Die aufgerufene Summe von 160.000 Euro für die Villa Altendorf war zu verlockend: Seit knapp einem halben Jahr ist das Angebot nicht mehr verfügbar. Doch das Land hüllt sich in Schweigen.

Nordkirchen

, 11.03.2020, 07:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW mit Sitz in Düsseldorf gibt sich „zugeknöpft“: Auf detaillierte Fragen zur Villa Altendorf antwortet die Pressestelle in drei Sätzen. Ohne inhaltlich konkret zu werden. Bis auf eine Ausnahme.

Wer schon immer davon geträumt hat in einem so prächtigen Gebäude wie der Villa Altendorf zu leben, muss sich nach einer Alternative umsehen. Das Land befindet sich nach Auskunft von Silke Schenck (Leiterin Presse und Kommunikation Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW) „in Vertragsverhandlungen mit dem Höchstbietenden.“

Land sagt nichts zu den neuen Plänen für die Villa

Voran gegangen waren diesen Verhandlungen Ende des vergangenen Jahres „zwei Bieterrunden mit mehreren Interessenten.“ Wer sich um die Villa bemüht hat und welche Pläne der neue Eigentümer für das Objekt mit einer Gesamtwohnfläche von 1172 Quadratmeter und einem Grundstück von 6581 Quadratmeter hat, erklärt Silke Schenck in einer schriftlichen Stellungnahme nicht.

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„Aus Gründen der Vertraulichkeit können wir keine näheren Angaben zu den Interessenten sowie deren Vorhaben machen“, schreibt die Pressesprecherin. Geduld ist angesagt, denn irgendwann dürfte der künftige Eigentümer dem im Jahr 1900 errichteten Gebäude neues Leben einhauchen.

Gebäude in bester Lage steht bereits seit 2017 leer

Bereits seit November 2017 steht das über viele Jahre von der Hochschule für Finanzen genutzte Gebäude leer. Knapp zwei Jahre später fand sich das Objekt auf einer bekannten Immobilienplattform. Schnell wurde bekannt, dass sich die Gemeinde Nordkirchen zwar mit dem imposanten Objekt beschäftigt hatte, jedoch nicht am Bieterverfahren beteiligen würde.

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Keine Option war hingegen von Anfang an die Reaktivierung als Studentenwohnheim. Die Hochschule für Finanzen fährt auf dem Schlossgelände zweigleisig. Seit dem Jahreswechsel - und damit etliche Wochen später als ursprünglich geplant - kann das neue Studentenwohnheim komplett genutzt werden. „Hier sind insgesamt 150 neue Plätze entstanden“, sagt Verwaltungsleiter Klaus-Wilhelm Gratzfeld.

Hochschule für Finanzen benötigt weiter Mobilelemente

Aber auch mit dem neuen Gebäude ist die Hochschule auf den Wohnraum in den Mobilelementen angewiesen. Bis zum Sommer und auch darüber hinaus. Angesichts der für das Jahr 2020 bereits feststehenden Einstellungszahlen steht nach Aussage von Verwaltungsleiter Gratzfeld fest, dass die Container auch nach der Neueinstellung im September benötigt werden.

Wie sich die Situation in den nächsten Jahren entwickeln wird, kann Klaus-Wilhelm Gratzfeld noch nicht sagen. Die Einstellungszahlen für die folgenden Jahre würden aktuell noch nicht feststehen. Somit kann die Hochschule auch keine Aussage darüber machen, wie lange die Mobilelemente weiter im Schlosspark stehen.

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