Weihnachten in der Wunschkugel-Familie: 300 Geschenke für Kinder der Kinderheilstätte

hzWunschkugel-Aktion

300 Geschenke sind durch die Wunschkugel-Aktion der Kinderheilstätte zusammengekommen. Sie gehen an Kinder, die sonst nicht unbedingt ein Geschenk unterm Weihnachtsbaum finden würden.

Nordkirchen

, 17.12.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 300 Geschenke stapeln sich auf dem Boden im Büro von Gisela Stöver te Kaat, liegen auf Tischen und Stühlen. „Letztens war ein Kind hier und hat gefragt, ob wir die Gehilfen vom Christkind sind“, sagt sie, schaut Tanja Praca an, die sich mit ihr zusammen um das Sozialmarketing der Einrichtung kümmert, und lacht.

Jetzt lesen

Dass es um Weihnachten rum im Büro von Gisela Stöver te Kaat voll wird, daran hat sie sich eigentlich schon gewöhnt. Die vielen Geschenke sind dabei kein Zeichen des Überflusses in der Kinderheilstätte. Im Gegenteil: Mit der Wunschkugelaktion ruft die Kinderheilstätte jedes Jahr kurz vor Weihnachten Menschen dazu auf, Kindern eine Freude zu bereiten, die sonst wahrscheinlich kein einziges Weihnachtsgeschenk unter dem Tannenbaum finden würden.

Die Aktion Wunschkugel der Kinderheilstätte

Die Aktion funktioniert dabei so: Gisela Stöver te Kaat und Tanja Praca sammeln zur Weihnachtszeit Wünsche bei Kindern in den Wohngruppen der Kinderheilstätte, die nicht so viel Taschengeld bekommen und deren Familien nicht so viel Geld haben, wie das bei anderen Kindern der Fall ist.

Die großen und kleinen Wünsche - die Obergrenze liegt bei einem Wert von 30 Euro - schreiben sie auf kugelförmige Karten und hängen sie an einen Baum in der Kinderheilstätte. Dort können alle, die den Kindern eine Freude bereiten möchten, einen Wunsch „pflücken“ und ein Geschenk zu Gisela Stöver te Kaat und Tanja Praca zurückbringen.

Kinder und Spender glücklich

Rund 300 Geschenke haben die beiden so in diesem Jahr gesammelt: Für alle Kinder in der Kinderheilstätte, deren Familien nicht so viel Geld für Geschenke haben, ist etwas dabei. „Die kriegen wir alle glücklich“, sagt Gisela Stöver te Kaat zufrieden.

Und dieses Glücklichsein, so erzählt sie, sei auch ein Gefühl, das die Schenkenden ausstrahlten, wenn sie die Geschenke in der Kinderheilstätte vorbeibringen. „Das sind ganz tolle Begegnungen“, ergänzt Tanja Praca, während sie mit ihrer Kollegin über die „Wunschkugel-Familie“ spricht, die in den vergangenen Jahren gewachsen ist.

„Wir legen auch sehr viel Wert auf das Persönliche“, sagt Tanja Praca noch. Und das tut der Rest der Wunschkugel-Familie offensichtlich auch. Jedes Geschenk der 300 Geschenke ist liebevoll verpackt - auch das eine Geste an die, die sich an Weihnachten darüber freuen werden.

In den nächsten Tagen verteilen Gisela Stöver te Kaat und Tanja Praca die Geschenke jetzt an die Wohngruppen. Ob sie vielleicht doch Gehilfen des Christkindes sind? Das Gegenteil müsste erst mal bewiesen werden...

Lesen Sie jetzt
Halterner Zeitung „Miteinander in Nordkirchen“
Quartiersmanagement in Nordkirchen bleibt der Gemeinde voraussichtlich bis 2021 erhalten