"Wir müssen uns fügen"

NORDKIRCHEN Ab dem ersten Juli gilt in Gaststätten das Rauchverbot. Auch die Wirte in der Schlossgemeinde müssen sich darüber Gedanken machen.

von Von Tobias Heitkamp und Kevin Kohues

, 11.01.2008, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Albert Lücke, Besitzer des "Plettenberger Hof" an der Schlossstraße, hat schon jetzt zwei Drittel seiner Gaststätte als Nichtraucherräume eingerichtet. Dennoch steht er dem Gesetz kritisch gegenüber, da er Umsatzeinbußen nicht zuletzt durch die Thekenkundschaft befürchtet. "Kunden haben mir gegenüber schon geäußert, dass sie nicht mehr kommen werden, wenn sie nicht mehr rauchen dürfen", erklärte Lücke im Gespräch mit unserer Zeitung.

Albert Lücke, Besitzer des "Plettenberger Hof" an der Schlossstraße, hat schon jetzt zwei Drittel seiner Gaststätte als Nichtraucherräume eingerichtet. Dennoch steht er dem Gesetz kritisch gegenüber, da er Umsatzeinbußen nicht zuletzt durch die Thekenkundschaft befürchtet. "Kunden haben mir gegenüber schon geäußert, dass sie nicht mehr kommen werden, wenn sie nicht mehr rauchen dürfen", erklärte Lücke im Gespräch mit unserer Zeitung.

"Gäste einigen sich auch ohne Gesetz" 

Lücke berichtet weiter, dass sich bei Veranstaltugen in seinem Festsaal dieses Thema von allein regeln werde, da die meisten Raucher schon aus Anstand vor die Tür gehen würden. Doch genau aus diesem Grund hält Lücke das Gesetz für überflüssig, da die Gäste es auch unter sich regeln könnten. Und zum Bier gehöre nun mal die Zigarette. Gekennzeichnet sind die Nichtraucherräume in seiner Gaststätte mit kleinen Rauchverbotswürfeln auf den Tischen.

Auch der Landgasthof Kixmöller in Capelle sieht sich angesichts des Rauchverbots mit einer Einschränkung des Raucherbereichs konfrontiert. Anders als Albert Lücke hat sich Inhaberin Ulrike Kixmöller aber noch nicht konkret mit dem Umbau beschäftigt. "Wir arbeiten langsam auf eine Aufteilung hin und gehen auch diesbezüglich auf die Anregungen beziehungsweise Wünsche unserer Gäste ein", so Ulrike Kixmöller. "Wir wollen jedoch ersteinmal die genaue Gesetzeslage abwarten, da zur Zeit noch viel spekuliert wird." Ein sofortiger Umbau ohne einen wirklichen Drang sei für den kleinen Landgasthof ohnehin nicht tragbar. Ein Vorteil für Ulrike Kixmöller ist, dass sie schon zwei separate Räume hat, von denen sie nur einen als Nichtraucherraum ausweisen müsste.

"Entscheidungsfreiheit wird genommen"

In einer ähnlichen Situationen befindet sich auch das Ehepaar Perko, das seit Beginn dieses Jahres wieder die Gaststätte Brosterhues an der Hauptstraße in Südkirchen betreibt. "Wir haben Glück, dass nebenan eine Wohnung frei geworden ist, die wir mit einem Durchbruch zum Raucherraum machen können", erzählt Hannelore Perko. Gut findet sie die ganze Entwicklung jedoch nicht: "Damit wird den Wirten die Entscheidungsfreiheit genommen." Aber sie weiß auch: "Das Gesetz ist wohl nicht mehr zu ändern, also müssen wir uns fügen."

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