Wohnmobilstellplatz wurde drei Jahre alt: Das hat sich seit der Eröffnung verändert

hzUrlaub in Nordkirchen

Den Nordkirchener Wohnmobilstellplatz gibt es nun bereits seit drei Jahren. Inhaber Michael Moll erzählt von seinen bisherigen Erfahrungen und, von wo der Gast mit der weitesten Anreise kam.

Nordkirchen

, 08.08.2019, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist nun schon über drei Jahre her, dass Reisebuchautor Michael Moll seinen Wohnmobilstellplatz in Nordkirchen eröffnet hat. Und noch immer ist er sehr zufrieden. „Es läuft super, wir sind durchgehend besucht“, sagt er.

Auch die Gäste auf seinem Stellplatz seien „überwiegend begeistert“, freut er sich. Und damit das auch so bleibt, hören die Arbeiten auf dem Platz auch nie ganz auf. „Wir sind immer bemüht, etwas Neues zu ergänzen“, erklärt er. Aktuell wird der Mittelstreifen ein wenig umgestaltet.

Viele Gäste kommen aus Nordrhein-Westfalen

Aus fünf Stellplätzen sollen vier werden. „Dann haben die Gäste mehr Platz.“ Zudem soll die Fläche etwas grüner werden. Momentan pflanzt Michael Moll dafür mit seiner Frau Monika eine Linde.

Seine Gäste, so erzählt er, seien „ein Querschnitt der Bevölkerung“. Verschiedenste Gruppen hätten schon auf seinem Platz übernachtet. „Es gibt sehr viele Deutsche“, sagt er. Diese würden dann auch überwiegend aus Nordrhein-Westfalen kommen. Auch viele Niederländer würden den Stellplatz aufsuchen. Besucher aus Süd- und Norddeutschland seien vor allem Durchreisende, die ans andere Ende des Landes fahren würden.

„Wir wollen mal andere Nachbarn sehen“

Generell gebe es sowohl Wohnmobilfahrer, die in Nordkirchen nur kurz Halt machen würden, als auch die, die dort Urlaub machen wollen. „Das sind Leute, die mal über das Wochenende rauskommen wollen“, erklärt er. Ein Besucher aus Lünen habe vor Kurzem noch zu ihm gesagt, „wir wollten mal andere Nachbarn sehen“, erinnert er sich.

Doch auch Gäste von weit weg habe es bereits gegeben. Die weiteste Anreise hatte ein Besucher aus Madagaskar, erzählt Moll. Dieser sei damals nach Frankreich geflogen, um von dort aus mit einem gemieteten Wohnmobil durch Europa zu fahren. „Der war klasse“, erinnert er sich. „Der hat den ganzen Laden hier unterhalten.“

Viele Übernachtungen lohnen sich

Im Laufe der Zeit hat Michael Moll auch ein Gespür dafür entwickelt, wie er mit welchem Gast umgeht. „Ich habe mittlerweile einen Blick dafür, wer seine Ruhe haben will.“

Für seine Stammgäste hat er sich auch etwas Besonderes ausgedacht. Seit etwa zwei Jahren gibt es für jeden Besucher einen sogenannten „Womo-Passport“. In dem kann man sich für jede Übernachtung einen Stempel abholen. Unter anderem gibt es dann für zehn Übernachtungen eine weitere Nacht umsonst.

Und nach der 50. Übernachtung kann der Besucher zwei Nächte gratis auf dem Wohnmobilstellplatz verbringen und bekommt zudem noch einen Präsentkorb. „Letzte Woche haben wir den siebten Präsentkorb ausgegeben“, erzählt Michael Moll stolz.

Eigene Zeitschrift erscheint zweimal pro Jahr

Das Stempelheft ist nur eine von vielen Ideen, die der Reisejournalist bereits umsetzen konnte. Auch seine Leidenschaft für das Schreiben konnte er schon in seine Arbeit am Wohnmobilstellplatz mit einfließen lassen. So hat er in diesem Jahr zum ersten Mal die von ihm ins Leben gerufene „Noki Times“ veröffentlicht.

In dem zweimal jährlich erscheinenden Heft gibt er den Besuchern Tipps für Ausflüge in die Umgebung und veröffentlicht nützliche Informationen über den Wohnmobilstellplatz. „Man sieht als Gast ja nicht immer sofort, was hier passiert und wer dahinter steckt.“

Und als weiteren Service für Wohnmobilfahrer hat der Reisebuchautor eine eigene Karte von Nordkirchen entworfen, auf der auch wichtige Informationen wie der Standort von Werkstätten oder für Wohnmobile geeignete Waschboxen eingetragen sind.

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