Für Jupp Ovelhey steht, nach seinem Abgang vom SuS Olfen, ein neuer Verein ab Sommer schon fest. © Sebastian Reith
Fußball

Brisanter Seitenwechsel: SuS-Trainer Ovelhey coacht ab nächster Saison gegen seine alte Liebe

Die Entscheidung von Jupp Ovelhey für seinen neuen Bezirksliga-Verein birgt für die Zukunft ein brisantes Duell gegen einen Ex-Klub – Gespräche entstanden wegen der „Hängepartie“ mit SuS Olfen.

Der Trainer von Fußball-Bezirksligist SuS Olfen wird den Verein zum Saisonende verlassen und hat bereits einen neuen Klub gefunden. Sein zukünftiges Team weist viele Parallelen zu seinem aktuellen auf.

Insgesamt 18 Jahre war Jupp Ovelhey Trainer beim SV Lippramsdorf, den er 2016 verließ. Ab Sommer übernimmt der 63-Jährige nun die Sportfreunde Merfeld, mit denen er direkt auf seinen alten Verein trifft, weil beide Klubs in der Staffel 14 der Bezirksliga zuhause sind. „Den Verein kenne ich schon durch meine Zeit in Lippramsdorf, das waren immer sehr spannende und emotionsgeladene Duelle“, erinnert sich Ovelhey.

Die SF Merfeld profitieren aus Ovelheys Erinnerung „viel vom Kampf, aber haben dabei eine vernünftige Aggressivität, was sie gegen Lippramsdorf oft genug gezeigt haben“.

Gespräche entstehen während Verhandlungen mit SuS Olfen

Erstmals führt Ovelhey Gespräche mit Merfeld, als sich vergangene Saison seine Trainerzeit beim SV Hochlar 28 dem Ende zuneigt. Damals entscheidet sich der Lehrer aber für einen Wechsel zum SuS Olfen. „Die Jugendstruktur in Olfen war der Grund, warum ich davon ausgegangen bin, dass es der richtige Verein für eine längerfristige Geschichte ist“, sagt Ovelhey.

Dass aus einem längerfristigen Arrangement nichts wurde, ist mittlerweile bekannt. Die Gespräche mit seinem zukünftigen Klub konkretisiert Ovelhey aber erst, als die Trennung mit dem SuS beschlossen ist. „Den Kontakt aufgefrischt habe ich als die Gespräche zwischen Trainerteam, Verein und Sportlichem Leiter in Olfen so eine Hängepartie wurden“, sagt der 63-Jährige.

Jupp Ovelhey kennt seinen neuen Verein SF Merfeld aus seiner Zeit als Trainer beim SV Lippramsdorf.
Jupp Ovelhey kennt seinen neuen Verein SF Merfeld aus seiner Zeit als Trainer beim SV Lippramsdorf. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Laut Ovelhey fanden diese Gespräche mit dem Ziel statt, beim SuS weiterzumachen. „Erst, als klar war, dass wir auseinander gehen, wurden die Gespräche mit Merfeld konkretisiert“, berichtet der Trainer.

Parallelen zwischen SuS Olfen und SF Merfeld

Bei seinem neuen Verein trifft Ovelhey auf eine Mannschaft, die eine ähnliche Struktur aufweist wie sein jetziger Klub. „Der Christian Hoffmann (Geschäftsführer SF Merfeld, Anm. d. Red.) hat mir gesagt, dass die meisten Jungs aus dem Kreis kommen, die Mannschaft im Durchschnitt sehr jung ist, mit zwei, drei erfahrenen Spielern als Ausnahme“, sagt der Lehrer.

Was die Zielsetzung mit seinem neuen Verein betrifft, ist Ovelhey entspannt. „Die stehen mit beiden Beinen auf dem Boden, da geht es nicht um den Aufstieg, sondern darum, sich in der Liga zu etablieren und zu festigen“, sagt der Noch-Olfener.

Bis zum 30. Juni steht Ovelhey aber noch beim SuS unter Vertrag und hofft, die Spieler noch mal wieder zu sehen. „Mir tut der Lockdwon für die Mannschaft und die Zusammenarbeit sehr leid, bei vielen war eine gute Motivation vorhanden, da hätte man was draus machen können“, sagt der Coach und ergänzt: „Wenn die Möglichkeit besteht, hoffe ich, dass wir den Abschied vernünftig gestalten können“.

Ob das in Form von Trainingseinheiten oder sogar Wettbewerb möglich ist, werden die nächsten Wochen zeigen.

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Ist passionierter und aktiver Sportler aus dem schönen Bergischen Land und seit 2011, ursprünglich wegen des Studiums, im Ruhrgebiet unterwegs. Liebt die Kommunikation mit Menschen im Allgemeinen und das Aufschreiben ihrer Geschichten im Speziellen.
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