Im ersten Profi-Jahr bei Preußen Münster lief für Dominik Klann nicht alles perfekt. © Nico Ebmeier
Fußball

Dominik Klann nach Debütjahr mit Höhen und Tiefen: „Sehr besonders für mich“

Der Olfener Mittelfeldspieler Dominik Klann ist mit seinem ersten Profi-Jahr beim Regionalligisten Preußen Münster durchaus zufrieden - auch wenn nicht alles perfekt lief.

Starke 78 Punkte holte Viertligist Preußen Münster mit dem Olfener Dominik Klann und dem Borker Joel Grodowski in dieser Saison. Zwischen Mitte Dezember und Mitte Mai war der Traditionsklub sogar fast ein halbes Jahr ungeschlagen in der Regionalliga West. All das sind Werte, mit denen normalerweise ein Aufstieg gefeiert werden kann – normalerweise.

Denn wie mittlerweile längst bekannt gab es in der Spielzeit 2020/21 sogar gleich zwei Mannschaften, die noch stärker aufspielten und sich mit über 90 Punkten bis zur letzten Minute um den Aufstieg in die 3. Liga stritten.

Münster hatte nichts mit der Meisterschaft zu tun

„Das ist natürlich ärgerlich, wenn du 78 Punkte holst und am Ende eigentlich mit der Meisterschaft überhaupt nichts zu tun hast. Aber wenn dann eben Dortmund II und Essen so stark sind, haben sie den Aufstieg natürlich auch komplett verdient“, ordnet Dominik Klann diese besondere Saison ein. „Trotzdem können wir sehr stolz darauf sein, was wir geleistet haben. Es gab einen großen Umbruch nach dem Abstieg im Sommer, wir wussten lange nicht mal so richtig, was für eine Mannschaft da auf dem Platz stehen wird.“

Doch gerade für den Olfener war dieser Umbruch die große Chance, einen Stammplatz zu ergattern – war er doch in der Vorsaison noch fast ausschließlich im Aufgebot der zweiten Preußen-Mannschaft in der Oberliga Westfalen zu finden. Aber Klann nutzte diese Möglichkeit, stand bis zum 20. Spieltag mit einer Ausnahme immer auf dem Regionalligaplatz und zog im Münster-Mittelfeld die Fäden. „Das lief schon überraschend gut für mich. Ich habe sofort zum Auftakt in Rödinghausen meinen ersten Einsatz feiern können und bekam danach auch viele weitere Spiele. Das war sehr besonders für mich“, sagt der 22-Jährige.

Mit dem Jahreswechsel kam dann aber plötzlich der Bruch. In den nächsten 15 Spielen setzte Trainer Sascha Hildmann den Olfener nur vier Mal ein, strich Klann beim Rückspiel in Aachen sogar komplett aus dem Regionalliga-Kader. Woran lag das? „Das ist eine gute Frage“, antwortet der Mittelfeldspieler hörbar enttäuscht. „Das hatte wahrscheinlich mehrere Gründe. Einerseits haben wir unser System ein bisschen umgestellt und dann haben wir eben auf meiner Position einige richtig gute Spieler im Team. Trotzdem schien der Trainer immer sehr zufrieden mit mir zu sein und ich bin mir sicher, dass er noch einiges mit mir vor hat.“

Der Olfener Dominik Klann (erste Reihe, 3.v.l.) gewann den Westfalenpokal.
Der Olfener Dominik Klann (erste Reihe, 3.v.l.) gewann den Westfalenpokal. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Auch beim großen Saisonhöhepunkt wurde Dominik Klann dann nicht mehr so richtig berücksichtigt. Mit Siegen über den Drittligisten SC Verl und über den Ligarivalen Lotte holten sich die Preußen das erste Mal seit 2014 den Westfalenpokal – der Olfener allerdings stand dabei nur eine einzige Minute auf dem Feld.

„Letztendlich ist das trotzdem ein Pokal, der in meiner Vita steht und auch die Feier danach mit den Jungs war richtig toll. Aber es ist klar, dass ich mich mehr gefreut hätte, wenn ich der Mannschaft auch auf dem Platz geholfen hätte“, so Klann, der sich nun aber dennoch auf einen Karriere-Höhepunkt in der nächsten Saison freuen darf. Durch das gute Abschneiden in der Liga und den Gewinn des Verbandspokals hat sich Münster quasi doppelt für den DFB-Pokal qualifiziert und hofft nun auf das ganz große Los.

„Es ist mir eigentlich ziemlich egal, wer da dann auf der anderen Seite steht. Selbst wenn es Dortmund ist“, sagt der Vollblut-Schalker lachend. „Natürlich wäre es cool, wenn eine große Bundesligamannschaft der Gegner wäre, aber das Spiel wird in jedem Fall ein echtes Highlight.“

Dass Coach Hildmann dann aber auch in den großen Partien nicht mehr auf den Olfener verzichten kann, ist nun seine große Aufgabe in der Vorbereitung. „Ich werde alles geben und mich wieder in die Startelf kämpfen. Wir wollen in der nächsten Saison unbedingt wieder oben angreifen und dann hoffe ich, dass ich auch möglichst viele Spiele machen werde“, lautet die Kampfansage.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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