Westfalia Vinnum kann auch weiter auf ein Vereins-Urgestein bauen. © Matthias Henkel
Fußball

Noch nicht genug: Helmut Stolzenhoff (42) hängt bei Westfalia Vinnum noch ein Jahr dran

Im Kader bei Westfalia Vinnum gibt es im Sommer Bewegung. Eine Konstante bleibt trotz gesetzterem Alters aber beim Verein – und schickt eine Kampfansage.

Große Teile des aktuellen Kaders von Westfalia Vinnum werden auch in der kommenden Saison an der Borker Straße bleiben. Der Fußball-A-Ligist verpflichtete im Winter aber mit Robin Hagenmeyer und Pascal Beck zwei Soforthilfen im Kampf um den Klassenerhalt. Außerdem gelang es der Westfalia, einen Sommer-Neuzugang aus der Oberliga nach Vinnum zu lotsen. Es sind bislang die üblichen Bewegungen im Kader einer Mannschaft der Kreisliga A.

Helmut Stolzenhoff bleibt Westfalia Vinnum erhalten

Ein Spieler bleibt der Westfalia aber weiter erhalten: Helmut Stolzenhoff hängt ein Jahr in Vinnum dran. Der 42-Jährige spielt in der kommenden Saison sein zwölftes Jahr an der Borker Straße. Und dafür gibt es gleich mehrere gute Gründe.

Helmut Stolzenhoff läuft auch in der nächsten Saison für Westfalia Vinnum auf.
Helmut Stolzenhoff läuft auch in der nächsten Saison für Westfalia Vinnum auf. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

„Wir sind eine eingeschworene Truppe in Vinnum, hier spielen viele Freunde von mir“, meint Stolzenhoff. „Mir macht es immer Spaß, zum Training zu gehen.“ Dabei habe auch in seine Entscheidung hineingespielt, dass er nicht davon ausgeht, dass die Saison noch zu Ende gespielt wird: „So will ich nicht abdanken, sondern richtig – mit einem Bier in der dritten Halbzeit.“

Zudem wirkt die Gemeinschaft auch verjüngend auf „Oldie“ Stolzenhoff. „Ich komme mir dann nicht vor wie ein Über-40-Jähriger, man fühlt sich direkt jünger.“

Es ist aber nicht nur der Teamgeist, die Stolzenhoff in seinem Entschluss bestärkte, weiterzumachen. „Ich will mich auch sportlich fithalten“, sagt er. „Ich bin sonst nicht der, der freiwillig laufen geht. Mit dem festen Ziel, Fußball zu spielen, mach ich aber auch etwas dafür.“ Natürlich müsse er dennoch den „Schweinehund“ überwinden, aber: „Ich werde meinen Hintern schon zum Training bewegen.“

Kampf um Einsatzminuten

Dann allerdings ist Stolzenhoff konkurrenzfähig. „Natürlich entscheide nicht ich, ob ich spiele“, sagt der 42-Jährige zwar, „aber ich möchte schon von Anfang an spielen und wenn ich fit bin, habe ich das ein Stück weit selbst in der Hand. Ich mache jedenfalls nicht weiter, um nur in den letzten fünf Minuten zu spielen“, sagt Stolzenhoff. Allein diese Einstellung macht ihn zum Vorbild. Davon können sich alle Spieler eine Scheibe abschneiden – egal wie alt sie sind.

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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