Emanuel Lucau (r.), hier noch im Trikot des Lüner SV, läuft in der neuen Saison für den SuS Olfen auf. © Timo Janisch
Fußball

Olfener Neuzugang Emanuel Lucau schlägt forsche Töne an: „Gegner werden uns unterschätzen“

Zur neuen Spielzeit stößt Emanuel Lucau zum SuS Olfen. Der ehemalige Spieler von SuS Kaiserau und Lüner SV ist sich sicher, dass Olfen eine gute Saison spielen wird – wegen der Philosophie des SuS.

Was dem SuS Olfen jüngst gelang, ist schon so etwas wie ein kleiner Coup. Am Freitag wurde bekannt, dass in der kommenden Saison Emanuel Lucau für den Fußball-Bezirksligisten auflaufen wird. Die Vita des 20-Jährigen ist ziemlich beeindruckend: In der Jugend lief Lucau für den VfL Schwerte, den Hombrucher SV, die SG Wattenscheid und RW Ahlen auf. Bei den Senioren ging es für den Sport- und Fitnesskaufmann zunächst in der Westfalenliga beim Lüner SV los, bevor er im vergangenen Jahr zum SuS Kaiserau in die Landesliga wechselte.

Nun also Bezirksliga. Wie aber konnte sich der SuS Olfen diesen Hochkaräter angeln? „Bevor ich nach Olfen gekommen bin, hätte ich schon gerne höher gespielt“, gibt Lucau zu. „Ich hatte auch keine anderen Angebote.“

SuS Olfen ist mehr als eine Notlösung

Ist Olfen also nur ein Notlösung? Mitnichten: „Olfen hat ein gutes, junges Team“, lobt Lucau. Entscheidend war letztlich aber ein anderer Faktor: Olfens neuer Trainer Patrick Linnemann. Dieser kommt zur neuen Saison, ebenso wie Lucau, vom Kaiserau. Dort trainierte Linnemann die Kreisliga-Reserve, bei der auch Lucau zuletzt Mitglied war, da der Aufwand in der Landesliga zu hoch war und schlecht mit seinem Berufsalltag in Einklang zu bringen war.

Trainer und Spieler verstanden sich schon in Kaiserau ziemlich gut. Auch die Verantwortlichen in der Sportlichen Leitung waren schnell von Lucau überzeugt. Und auch bei Lucau war schnell von Olfen begeistert: „Der SuS ist ein superfamiliär geführter Verein.“

Lucau passt laut Vereinsgaben voll ins Konzept des SuS Olfen, der viel auf junge Spieler setzt. Der Ex-Lüner ist selbst erst 20 Jahre alt, will aber dennoch in Führungsrolle beim Bezirksligisten schlüpfen. „Ich will erst mal einen Stammplatz ergattern, dem Team helfen und Leistungsträger werden“, so Lucau. Auf dem Platz wolle er außerdem „lautstark und präsent“ sein. „Ich nehme gerne Verantwortung an“, meint Lucau. Das habe ich in Wattenscheid und Ahlen gelernt. Seitdem ist das drin bei mir.“

Emanuel Lucau gibt sich forsch

Dass die Mannschaft eine schwierige Saison hinter sich hat, hat auch Lucau mitbekommen. Dennoch glaubt er, dass die neue Spielzeit erfolgreicher wird. „Wir brauchen uns nicht verstecken“, schlägt der 20-Jährige forsche Töne an. „Wir wollen in jedem Fall im oberen Mittelfeld landen.“

Die annullierte Saison beendete der SuS als Vorletzter. Ist da das Ziel nicht etwas überambitioniert, vor allem, weil die ohnehin schon junge Mannschaft des SuS nun nochmal verjüngt wird? „Das ist kein Problem“, glaubt Lucau. „Es ist sogar ein Vorteil: Viele Gegner werden uns unterschätzen und wir können den Überraschungseffekt nutzen.“

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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