Jonas Brinkbäumer (l.) und der SuS Olfen verloren gegen Viktoria Kirchderne. © Ebmeier
Fußball

SuS Olfen kommt gegen Kirchderne unter die Räder – doch das ist nicht das Schlimmste

Das Duell zwischen dem SuS Olfen und Viktoria Kirchderne war für die Zuschauer kein wirkliches Spektakel. Doch die Niederlage ist für den SuS nicht das Schlimmste, was an diesem Sonntag passiert ist.

Die Voraussetzungen für den SuS Olfen waren schon vor der Fußball-Bezirksliga-Partie gegen Viktoria Kirchderne alles andere als rosig. Acht Verletzte standen auf dem Zettel von Coach Patrick Linnemann, zudem fehlte Marvin Böttcher weiterhin aufgrund seiner Sperre. Während der Partie wurde es dann aber nur noch schlimmer.

„Unsere Pechsträhne hört einfach nicht auf“, so Linnemann nach der deutlichen und völlig verdienten 1:4-Pleite gegen die Dortmunder. „Es ist eine Katastrophe. Es wird immer schlimmer“, so Emanuel Lucau sogar noch deutlicher. Denn beim Duell am Sonntag wurde das Lazarett noch einmal etwas größer – drei weitere Spieler verletzten sich. Zum Teil sogar sehr schwer.

„Daniel Berger hatte Rückenprobleme, das ist aber auch bekannt. Ich glaube, dass er in den nächsten Spielen wieder fit sein wird“, hofft zumindest der Coach. Bei den anderen beiden Verletzten ist Linnemann dagegen nicht so hoffnungsvoll. Lucau, der gegen Kirchderne sogar mit der Kapitänsbinde auflief, musste schon nach knappen 20 Minuten ausgewechselt werden. Quasi von Spielbeginn an fasste sich der Außenbahnspieler an die Leiste und konnte so kaum einen Sprint richtig anziehen.

Noch schlimmer scheint es aber Wirbelwind Okan Akti erwischt zu haben. Fünf Minuten vor dem Abpfiff, als das Spiel längst entschieden war, wurde er in einem Zweikampf an der Wade erwischt. Der Olfener ging direkt schreiend zu Boden und musste vom Mannschaftsbetreuer behandelt werden. Unter großen Schmerzen wurde er dann von zwei Mannschaftskameraden vom Platz getragen.

Okan Akti (m.) musste verletzt vom Platz getragen werden.
Okan Akti (m.) musste verletzt vom Platz getragen werden. © Ebmeier © Ebmeier

Die vierte schlechte Nachricht für den SuS war dann natürlich noch das Ergebnis von der Hoddenstraße. Völlig zurecht verlor Olfen mit 1:4, gerade in der ersten Hälfte waren die Gastgeber auf beiden Sportplatzhälften immer einen Schritt später, als die gierigen Kirchderner. „Das war natürlich ein absolut verdienter Sieg. Sie haben das gut gemacht und hätten auch höher gewinnen können. Aber dafür, dass wir so viele Ausfälle hatten, haben wir das eigentlich gut gemacht“, versucht Christian Brüse noch etwas Positives aus der Niederlage herauszuziehen.

SuS Olfen verliert drei weitere Stammspieler gegen Kirchderne

Brüse, Sportlicher Leiter beim SuS, hatte schon vor zwei Jahren seine Fußballschuhe an den Nagel gehangen und jetzt trotzdem nochmal ausgeholfen, um irgendwie die Personalnot zu überbrücken. Zusammen mit der Nummer 26 stand mit Nils Wessels sogar ein zweiter Kicker für die Olfener auf dem Platz, der eigentlich sonst maximal noch für die Altherren aufläuft.

Wessels war sogar nach 55 Minuten derjenige, der den einzigen SuS-Treffer des Tages beitrug, nachdem einen Steckpass von Florian Olbrich mustergültig im langen Eck unterbringen konnte. Durch das zwischenzeitliche 1:3 des „Oldies“ kam sogar noch kurzfristig Hoffnung an der Hoddenstraße auf, doch ein paar Minuten später wurde diese nach einem wunderschönen Konter der Gäste und ein Kopfballtor von Erkan Yigit erlischt (68.).

Bis zum Anschlusstreffer waren es Benjamin Schulz (4.), Fritz-Julius Budde (49.) und Patrick Kasper (51.), die spätestens in der zweiten Hälfte schnell die Weichen auf Kirchderne-Sieg stellten. Durch die erste Niederlage der Saison fiel der SuS nun auf den zwölften Tabellenplatz und grüßt damit erstmals aus der Abstiegszone.

SuS: Maruhn – Meier, Westrup, Olbrich, Berger (64. Kleischmann), Tenkhoff Otero, Brinkbäumer, Lucau (20. Scheele), Akti (80. Breuer), Brüse, Wessels (64. Wennemann)

Tore: 0:1 Schulz (4.), 0:2 Budde (49.), 0:3 Kasper (51.), 1:3 Wessels (55.) 1:4 Yigit (68.)

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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