Westfalia Vinnum wird das erste Pflichtspiel der heimischen Teams bestreiten. © Nico Ebmeier
Fußball

Vinnumer Stürmer: „Bin schon torgeil, gebe aber auch unnormal gerne Assists“

Westfalia Vinnum steht in den Startlöchern. Ein Stürmer des A-Ligisten verrät, warum er genauso gerne Vorlagen gibt wie eigene Treffer zu erzielen und warum er sich keine Toranzahl vornimmt.

Für Westfalia Vinnum geht es nun doch wieder schneller los als erwartet: Der A-Ligist, der im Fußballkreis Recklinghausen kickt, wird am 15. August mit dem Liga-Betrieb beginnen, bereits drei Wochen vorher steigt der Pflichtspiel-Auftakt im Kreispokal. Für einen Vinnumer Stürmer kann es gar nicht früh genug losgehen. Im Gespräch verrät er, warum er sich keine Tor-Marke als Saisonziel setzt und warum die Westfalia eine bessere Spielzeit vor sich hat als die vergangene.

„Die Vorfreude ist natürlich bei hundert Prozent“, stellt Fatih Cengiz klar, „ohne Fußball geht gar nichts“. Der Stürmer von Westfalia Vinnum ist die fußballfreie Zeit langsam leid – lange muss er sich aber nicht mehr gedulden, der offizielle Trainingsstart ist für den 1. Juli datiert.

Und von da an geht es Schlag auf Schlag. Pokal am letzten Juli-Wochenende, drei Wochen später der erste Spieltag. „Je eher es losgeht, desto besser“, betont der 30-Jährige, „ich bin heiß auf die Spiele. Egal, ob es nun Pokal oder Meisterschaft ist, für mich ist alles wichtig“.

Fatih Cengiz (r.) will auch in der kommenden Saison jubeln.
Fatih Cengiz (r.) will auch in der kommenden Saison jubeln. © Reith © Reith

Gemessen wird ein Stürmer wie er natürlich vor allem an Toren. Wie viele Treffer nimmt er sich denn für die neue Saison vor? „Da setze ich mir kein Ziel. Wenn ich sage, dass ich 25 Tore schießen will, dann rechne ich nur ständig nach, komme ins überlegen und das macht mich nervös“, erklärt Cengiz.

Vielmehr müsse das von ganz alleine kommen: „Schau dir Robert Lewandowski an: Der macht es einfach und denkt nicht nach. So will ich auf dem Platz auch auftreten.“

Ohnehin seien die eigenen Tore nicht alles, Fußball ist und bleibe schließlich ein Mannschaftssport. „Klar, ich bin schon torgeil, aber ich gebe auch unnormal gerne Assists“, so Cengiz, der sich deshalb auch gerne mal fallen lasse, um den Steckpass in die Spitze zu spielen.

Vinnum wird auf seine Tore und Vorlagen angewiesen sein, wenn es nicht so aussehen soll wie in der annullierten Spielzeit: Die beendete die Westfalia auf dem vorletzten Rang. „Ganz unten oder im Mittelfeld zu spielen, ist nicht mein Ding und auch nicht das der übrigen Mannschaft“, stellt Cengiz klar und kündigt an: „Mein Ziel ist es, oben mitzuspielen.“

Robin Hagenmeyer ist eine große Verstärkung

Dafür sieht er sein Team gerüstet: „Konditionell stehen wir gut da, das sehe ich in unserer Gruppe.“ Und auch die personellen Verstärkungen geben Anlass zur Hoffnung, Cengiz nennt Winter-Neuzugang Robin Hagenmeyer als Beispiel: „Der hat einen Hammer-Schuss, kann seinen Körper gut einsetzen – das gefällt mir richtig gut.“

Geht es ums Toreschießen, hat Cengiz für die neue Saison einen kleinen Wunsch: Mal wieder einen Treffer aus der Distanz zu erzielen. „Das kam in letzter Zeit nicht so oft vor“, gesteht er und sagt: „Gerne von rechts ins lange Eck, so einen richtigen Flatterball, der neben dem Pfosten einschlägt.“ Nur noch ein paar Wochen sind abzuwarten, dann bekommt Cengiz dazu Gelegenheit.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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