Fahrerisches Können und ein gutes Auge sind gerade extrem gefragt am Marktplatz - Arbeiter fahren mit einem großen Radlader durch eine Geschäfts-Eingangstür. © Thomas Aschwer
Altes Kino

Altes Kino in Olfen: Mit dem Radlader durch die Eingangstür

Ein besonderes „Schauspiel“ können Marktbesucher in Olfen beobachten. Bauarbeiter fahren mit schwerem Gerät durch die Eingangstür des früheren Kinos. Zurück kommen sie mit Metall und Schutt.

In Olfens bester Stube klafft seit einigen Wochen ein riesiges Loch. Ein Großteil der Dachkonstruktion des früheren Kinos war eingebrochen. Vom Marktplatz aus war davon nichts zu sehen. Die weiße Fassade war unbeschädigt. Auch an der Doppelflügel-Eingangstür waren keine Spuren zu erkennen.

„Wir wollten nichts mehr daran halten und kein Geld mehr in den Erhalt stecken“, sagt Mitte Juni Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Nachdem Schäden in der Konstruktion sichtbar wurden, hatte die Stadt den Kamin abgerissen, damit es beim zu erwartenden Einsturz des Daches zu keiner unkontrollierbaren Kettenreaktion kommt.

Seit Jahren steht das frühere Kino am Olfener Marktplatz ein, jetzt sind weite Teile des Dachstuhls eingebrochen. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Ein Luftbild dokumentierte das durch den Einsturz entstandene Trümmerfeld auf imposante Art und Weise. Einige wenige Dachplatten hingen noch am Mauerwerk und an letzten Teilen des Dachstuhls. Wenige Tage nach dem Einsturz des Daches kündigte die Stadt an, „aktuell nichts zu machen“. Schriftlich teilte sie mit, dass sie auch keinen kurzfristigen Abriss des Gebäudes plant.

Doch jetzt beseitigt die Stadt auch mit eigenen Kräften im früheren Kino, das später als Geschäftslokal genutzt wurde und mittlerweile seit mehreren Jahren leer steht, die Schuttmassen. Dazu hat sie vor dem Gebäude auch einen großen Container aufstellen lassen. Gleichzeitig werden recyclebare Dinge wie Metall in großen Säcken gesammelt oder direkt auf Lkw geladen.

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Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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