Baustelle B 235 in Olfen: Pendler müssen langen Umweg in Kauf nehmen

hzBundesstraße 235

Nicht mehr lange, dann ist zunächst einmal Schluss mit freier Fahrt auf der Bundesstraße 235. Sie muss wegen Sanierungsarbeiten gesperrt werden. Pendler müssen Zeit und Geduld aufbringen.

Olfen

, 30.07.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fahrbahn der Bundesstraße 235 wird zwischen dem Kreisverkehr B235 / K9 (Eversumer Straße) / K8 (Dattelner Straße) und dem Kreisverkehr B 235 / B 236 (Abzweig nach Selm/Selmer Straße) saniert. Zumindest in Fahrtrichtung Datteln wird die Straße dann gesperrt. Los geht es am Montag, 3. August.

Details zur Baumaßnahme kennt Christian Kahlau, Projektleiter Abteilung Straßenbau bei der Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs Straßenbau NRW. Der Landesbetrieb ist Auftraggeber der Baumaßnahme. „Die oberen 12 Zentimeter der Asphaltbefestigung werden erneuert. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt circa 2,1 Kilometer“, berichtet Kahlau auf Anfrage der Redaktion. „In den Kreisverkehren am Bauanfang, in der Mitte und am Bauende finden keine Bauarbeiten statt.“

Netzrisse und Nahtschäden

Ist denn die B 235 in einem solch schlechten Zustand ist, dass sie saniert werden muss? „Der Zustand der B 235 in dem Bereich ist nicht besorgniserregend schlecht, jedoch weist die Fahrbahn bereits großflächig Netzrisse auf, es sind deutliche Schäden an Asphaltnähten zu erkennen und in Teilbereichen haben sich Absackungen und Spurrinnen gebildet“, führt Kahlau aus.

Insbesondere die Netzrisse und Nahtschäden könnten bei ausbleibender Sanierung im Laufe der Jahre zu deutlich ausgeprägteren Schadensbildern führen und somit die Kosten für die dann erforderliche grundlegende Sanierung um ein Vielfaches übersteigen.

Durch die Netzrisse und Nahtschäden dringe bei Regen Wasser in den Asphaltkörper. Das Wasser dehne sich bei Minustemperaturen aus, was sich als Folge in Abplatzungen der Asphaltdecke bemerkbar machen könne. Tiefer liegende Asphaltlagen könnten dadurch auch verstärkt in Mitleidenschaft gezogen werden.

„Durch die Deckensanierung der B 235 stellen wir wieder eine praktisch wasserundurchlässige Fahrbahn her, wobei das Fortschreiten der hier beschriebenen Schadensbilder gestoppt wird“, sagt der Projektleiter.

Brückensanierung zusätzlich

Doch nicht nur die Fahrbahn wird laut Christian Kahlau saniert: „Neben der Deckenerneuerung auf der B 235 wird auch noch ein Brückenbauwerk, das die B 235 überspannt (Goetheweg), saniert. Die Brücke erhält neue Fahrbahnübergänge und Schutzplanken, sowie eine neue Fahrbahndecke.“

Die B 235 muss während der Bauarbeiten auf einem 2,1 Kilometer langen Teilstück  in Fahrtrichtung Datteln gesperrt werden.

Die B 235 muss während der Bauarbeiten auf einem 2,1 Kilometer langen Teilstück in Fahrtrichtung Datteln gesperrt werden. © Arndt Brede

Mit welchen Sperrungen müssen die Verkehrsteilnehmer rechnen? „Die B 235 muss für eine Fahrtrichtung gesperrt werden“, sagt Kahlau. „Das bedeutet, dass wir eine Einbahnstraße einrichten, wobei der Verkehr aus Datteln kommend die B 235 stets entlang des Baufelds befahren kann.

Umleitung führt über Selm und Bork

Die Verkehrsteilnehmer aus Lüdinghausen kommend werden ab Lüdinghausen über Selm, Bork und Waltrop umgeleitet.“ Und zwar über die Selmer und Olfener Straße, die Kreisstraße in Selm und ab Bork über den Südwall und die Waltroper Straße Richtung Waltrop und von dort Richtung Datteln.

Für die Arbeiten an der Brücke sei eine Vollsperrung des Goethewegs notwendig. Umgeleitet wird der Verkehr in dieser Zeit über die Hafenstraße, K8, B235 und Gühlers Busch.

Plan: Spätestens Ende September fertig

Wie lange wird die Bauzeit sein? Kahlau rechnet vor: „Die Baumaßnahme und somit auch die Sperrung der B 235 in Richtung Datteln beginnt am kommenden Montag, 3. August, um 7 Uhr. Wir rechnen mit einer Gesamtdauer der Baumaßnahme von sechs bis sieben Wochen, so dass die Bauarbeiten spätestens Ende September abgeschlossen sein sollten.“ Die Sanierung der Brücke dauere etwa eine Woche und werde parallel, das heißt innerhalb der Gesamt-Bauzeit, durchgeführt.

Was kostet eigentlich diese Baumaßnahme und wer zahlt? „Die Gesamtbaukosten in Höhe von 600.000 Euro werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen“, teilt Claudia Scholten aus der Pressestelle von Straßen.NRW mit.

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