BUND Olfen geht für die Rettung der Artenvielfalt auf die Straße

Artenvielfalt

Der Verlust an Tier- und Pflanzenarten hat dramatische Ausmaße angenommen. Sagen die Naturschutzverbände. Und setzen auf die Mithilfe der Bürger. Auch in Olfen.

Olfen

, 17.08.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bienenhotels auf Streuobstwiesen gehören zu einer gesunden Umwelt dazu.

Bienenhotels auf Streuobstwiesen gehören zu einer gesunden Umwelt dazu. © BUND

Die NRW-Naturschutzverbände haben die „Volksinitiative Artenvielfalt NRW“ initiiert: „Insekten retten – Artenschwund stoppen!“, lautet die Devise.

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ortsgruppe Olfen, beschäftige sich intensiv mit dem Thema, heißt es in einer Pressemitteilung. Aus diesem Grunde werden Mitglieder der Ortsgruppe am Freitag, 21. August, ab 14 Uhr auf dem Wochenmarkt in Olfen einen Infostand haben und Unterschriften sammeln.

Forderungen in den Landtag bringen

Die Volksinitiative hat in acht Handlungsfeldern Forderungen formuliert, mit denen sich der Landtag befassen soll. Insgesamt müssen 66.000 Stimmberechtigte in NRW unterschreiben, damit die Forderungen in den Landtag gebracht werden.

Die Hauptforderungen fasst der BUND Olfen so zusammen:

  • Es geht darum, den ungebremsten Flächenfraß in NRW zu stoppen und bestehende Schutzgebiete wirksamer zu schützen, z.B. durch Pufferzonen, wo deutlich weniger Pestizide und Dünger eingebracht werden dürfen.
  • In diesem Zusammenhang soll eine naturverträgliche Landwirtschaft vorangebracht werden und das Land NRW soll mit seinen eigenen Wiesen, Weiden und Äcker mit gutem Beispiel vorangehen und nach den Grundsätzen des Ökoanbaus wirtschaften.
  • Auch die Staatswälder sollen Vorreiter werden für eine natürliche Waldentwicklung und Artenvielfalt. Biotope sollen miteinander vernetzt werden.
  • Ein weiterer Punkt ist der Schutz von Gewässern und Auen, hier muss es verbindliche Randstreifen geben, wo weder gedüngt noch Pestizide gespritzt werden dürfen.
  • Doch nicht nur das platte Land ist gefragt. Auch in den Städten muss sich einiges ändern. Hier sind die Lichtverschmutzung und der Vogelschlag an Glasfassaden hervorzuheben sowie die Unsitte, seine Vorgärten mit Schotter abzudecken. Denn nicht ohne Grund ist es in den Städten, ob groß oder klein, erheblich wärmer als im Umland, da die Häuser, Steingärten und Straßen erheblich mehr Wärme speichern. Dem muss entgegen gewirkt werden durch mehr begrünte Dächer und Fassaden und mehr Baumpflanzungen.

„Der BUND setzt auf eine breite Unterstützung der Volksinitiative und hofft, dass zahlreiche Olfener Bürger mit ihrer Unterschrift helfen, den Artenschwund zu stoppen“, sagt Marion Höft-Tombrink vom BUND Olfen.

Die Listen können heruntergeladen werden auf der Webseite www.artenvielfalt-nrw.de oder www.bund-olfen.de. Dort können sich Interessierte auch über die Forderungen ausführlich informieren.

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