Coronavirus: Wieschhofschule hat Regelungen noch einmal verschärft

hzOlfener Grundschule

Nach den Herbstferien hatte die Wieschhofschule in Olfen ein Konzept vorgelegt, um eine Komplett-Schließung zu vermeiden. In dieser Woche hat sie das Konzept noch einmal verschärft.

Olfen

, 06.11.2020, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schulen sollen offen bleiben, das hatte Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann als eine Priorität benannt, als der Kreis Coesfeld die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten hatte.

„Ich gehe davon aus, dass die Einrichtungen sich so aufgestellt haben, dass komplette Schließungen nicht mehr nötig sind“, hatte Sendermann unserer Redaktion damals gesagt. Das war kurz vor dem Schulstart nach den Herbstferien. Die Situation damals: die gesamte Wieschhofschule hatte verfrüht in die Herbstferien gemusst, weil es Corona-Fälle gab.

Konzept verschärft

Daraufhin war die Schule zunächst von ihrem offenen Konzept, dass bewusst die Durchmischung von Klassen vorsieht abgerückt. Normalerweise haben zum Beispiel verschiedene Klassen zusammen Sportunterricht.

Nachdem nun weitere Klassen wegen Corona-Fällen in Quarantäne mussten, hat die Wieschhofschule ihr Konzept in dieser Woche aber noch einmal weitergedreht, wie Schulleiterin Petra Deuker sagt.

„Wir haben unsere Konzeption so verschärft, dass die Klasse nur noch von einem Lehrer oder einer Lehrerin unterrichtet wird“, so Deuker. Das soll für Sicherheit sorgen, wenn auch ein Lehrer oder eine Lehrerin positiv getestet wird.

Auch nachmittags gebe es eine Art Lockdown - die Kinder bleiben bis 13 Uhr in ihren Klassen. „Schwimmunterricht werden wir momentan nicht unterrichten, der Sportunterricht wird im Wechsel erteilt“, teilt die Schule zudem auf ihrer Homepage mit.

Homeschooling nur im Quarantäne-Fall

Durch diese Strategie soll erreicht werden, dass im Falle einer Corona-Infektion, möglichst wenige Kinder von einer Quarantäne betroffen sind. Petra Deuker betont zwar, dass die Schule dank ihres Planes für Digital- und Präsenzunterricht so aufgestellt ist, dass die Lehrerinnen und Lehrer jederzeit vom Präsenzunterricht ins Homeschooling wechseln können, aber Präsenz-Unterricht sei natürlich gerade für Grundschüler besser geeignet als der Unterricht zu Hause.

Prinzipiell bestehe Schulpflicht, hatte der Kreis Coesfeld auch noch einmal unterstrichen, als es an einer Schule in Dülmen zu „Unruhen“ gekommen sei. Hintergrund sei die Infektion eines Schülers in Dülmen, der sich zum Zeitpunkt seines Schulbesuches noch nicht in der infektiösen Phase befunden habe. Testungen habe das Gesundheitsamt daher als nicht erforderlich angesehen, habe aber im Austausch mit der Schulleitung gestanden, so der Kreis. „Laut dem NRW-Schulministerium besteht zunächst für Schülerinnen und Schüler eine prinzipielle Pflicht am Präsenzunterricht“, heißt es in der Mitteilung - der Distanzunterricht greife erst im Quarantänefall.

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