Darum haben Jugendliche im Leohaus Olfen die Schlüsselgewalt übernommen

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Die Bürgerstiftung „Unser Leohaus“ gibt die Schlüssel für das JuZO im Leohaus ab - und zwar an nicht angestellte Jugendliche. Nicht für immer. Aber immer wieder samstags.

Olfen

, 28.05.2019, 11:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sozialarbeiterin Agathe Porwol ist stolz auf die Jugendlichen. Zuerst haben sie die Jugendleitercard (JuLeiCa) erworben, um direkt danach große Verantwortung zu übernehmen. Eigentlich hat das JuZo montags bis freitags jeweils von 15 bis 21 Uhr geöffnet. Jetzt ermöglicht das Engagement auch ein Öffnung am Samstag. „Die Jugendlichen öffnen das JuZO, haben die Aufsicht und sorgen dafür, dass die Türen am Ende auch wieder verschlossen sind“, sagt Agathe Porwol.

Bürgerstiftung ist begeistert vom jugendlichen Engagement

Unterstützt wird die Sozialarbeiterin bei diesem Weg ausdrücklich von der Bürgerstiftung. Bei einem Besuch lobte Franz Pohlmann das Engagement der „jungen Leute“. Pohlmann, der als junger Mann im Keller des Leohauses Platten aufgelegt hat, ist begeistert vom Engagement und von der Umsetzung des Projektes. Er ist auch samstags für die Orga-Gruppe Ansprechpartner. Bislang musste er nicht einmal um Unterstützung gebeten werden.

Ein Grund für das harmonische Miteinander dürfte das Klima im offenen Jugendtreff sein. Täglich kommen nach Aussage von Agathe Porwol 20 bis 30 Jugendliche in das JuZO. „Sie gehören verschiedenen und sehr heterogenen Gruppen an. Aber das JuZO ist eine Oase der Toleranz und Akzeptanz.“ Das bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass alle Angebote auf das Interesse der Jugendlichen treffen..

Verantwortliche waren bei Eröffnung stolz auf Probenraum

Stolz waren die Verantwortlichen, als ihnen mit der Eröffnung der JuZO im Leohaus ein eigener Probenraum für Bands zur Verfügung stand. Der Plan dahinter: Das JuZO wird auch zum Treffpunkt vieler musikbegeisterter Jugendlichen. Und weil viele Nachwuchsmusiker über keinen eigenen Probenraum verfügen, sollten sie im Leohaus eine neue Heimat finden. Nach rund zweieinhalb Jahren müssen die Verantwortlichen jedoch eingestehen, dass der Plan nicht aufgeht. Obwohl die Möglichkeit immer wieder beworben wurde, gab es keine Interesse an dem Angebot.

JuZO freut sich über neue Gartenmöbel

Die logische Schlussfolgerung: Aus dem Probenraum ist ein Ort geworden, in dem - vor allem männliche Besucher - ihre Kraft messen können. „Es war eine schwere Entscheidung, das Musikequipment zur Seite zur stellen“, sagt Agathe Porwol. Von dem technischen Equipment will sich das JuZO aber nicht trennen. Es soll nur eingelagert werden. „Vielleicht finden sich in einigen Jahren wieder Jugendliche, die eine Band gründen wollen und einen Raum suchen.“ Während dieser Punkt sehr vage ist, sind die Planungen für ein Sommer-Grillfest recht konkret. An diesem Tag werden auch die Gartenmöbel eingeweiht, die die Sparkasse dem JuZO jetzt gestiftet hat.

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