Die kfd Olfen ist das große Steckenpferd von Heike Sander

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Eigentlich dürfte Heike Sander schon lange nicht mehr Vorsitzende der Frauengemeinschaft (kfd) Olfen sein. Der Diözesanverband hat aber die Regeln für Vorsitzende geändert. Zum Glück.

Olfen

, 23.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der kfd Olfen geht es wie anderen Vereinen in der Steverstadt: Wenn Vorstandswahlen anstehen, gibt es Absagen in Serie. „Wir finden keine Nachfolger“, räumt die Vorsitzende Heike Sander (57) ein. Seit Jahren nicht. Logische Konsequenz, die Vorstandsmitglieder machen weiter - oder es gibt große Probleme. Wie in Vinnum.

Die beiden Frauengemeinschaften in der Steverstadt haben deshalb in diesem Jahr fusioniert. Den allgemeinen Abwärtstrend konnte sie nicht stoppen. Heike Sander spricht von einem „fatalen Wandel“: Mehr als 1000 Mitglieder habe die kfd Olfen vor Jahren gezählt, jetzt gehören der Gemeinschaft nur noch gut 400 Frauen an.

Heike Sander ist seit 2003 Vorsitzende der kfd

„Wenn wir vom Vorstandsteam nicht mehr Unterstützung bekommen, können wir nicht alle Angebote aufrecht halten“, sagte Heike Sander auf der Versammlung im Frühjahr. Seit 2003 steht sie an der Spitze der Olfener kfd, hat sich in den vergangenen Jahren vielfältig eingebracht. „Ich habe immer versucht, an möglichst vielen Veranstaltungen teilzunehmen.“ Und das ist bei der kfd ein strammes Programm.

Heike Sander hat das immer gerne gemacht. „Es macht mir einen Riesenspaß.“ Schon lange vor der Übernahme des Vorsitzes hat sie sich in der Gemeinschaft engagiert, zunächst im Kreis aktiver Frauen, seit 1996 im Vorstand. „Hier bin ich systematisch weiter aufgebaut worden.“ Komplett Neuland betreten hat Heike Sander aber nicht. Begonnen hat sie mit ehrenamtlichem Engagement beim SuS Olfen als Übungsleiterin einer Kleinkindergruppe.

Kindersportgruppe im SuS Olfen war ein „Riesenspaß“

Erst waren die eigenen Kinder dabei, dann der Neffe. Während die Kinder später ausschieden, blieb Heike Sander dabei. „Es hat Riesenspaß gemacht.“ Mit der Rückkehr in den Beruf 2006 musste die Olfenerin diese Aufgabe abgeben. Auch in der Badminton-Gruppe konnte sie nicht mehr aktiv bleiben.

Die knappe Freizeit nutze Heike Sander für das Engagement in der kfd. Zu tun gibt es mehr als genug. Die Vorsitzende zählt Aktivitäten wie Besinnungsnachmittage, Rosenkranzgebete, Maiandachten, gemeinsame Frühstücke und Andachten im Vitus-Stift auf.

Dazu kommen verschiedene Ausflüge wie die Wochenendfahrt, der eintägige Jahresausflug und die Urlaubsfahrt. Alles will vorbereitet, organisiert und abgerechnet sein. „Jeder im Team hat seine Aufgabe“, sagt Heike Sander. Aber sie hat alle Zügel in der Hand.

Heike Sander „organisiert gerne“

Weil die Olfenerin „gerne organisiert“, hat sie sich als Mitglied im Pfarrgemeinderat unter anderem um das Pfarrfest gekümmert. Zudem hielt sie die Verbindung von der kfd zur Kirche. Diesen Bereich hat sie aus beruflichen Gründen aufgeben müssen. Eine Nachfolgerin fand sie nicht. Mit der Folge, dass der Bereich brach liegt.

Neben den vielen verschiedenen Aufgaben macht sie seit Jahren auch Altenbesuche - „in Spitzenzeiten bis zu 14“. Noch einmal anfangen möchte Heike Sander in dem Bereich allerdings nicht. Bedarf gibt es auch in der Steverstadt mehr als genug.

Der Altersdurchschnitt liegt jenseits der 80 Jahre

Wie sehr sich die Alterspyramide verändert hat, zeigt sich auch bei den Mitgliedern der kfd Olfen. „Der Altersdurchschnitt liegt jenseits der 80.“ Jüngere Frauen treten nur in Einzelfällen in die Gemeinschaft ein. Heike Sander räumt ein, dass die Landfrauen für die Gruppe derzeit offensichtlich attraktiver sind.

Aber sie glaubt auch fest an die Zukunft der kfd. Der Rückblick zeige, dass es immer Vereine gegeben habe, die gerade viele Mitglieder gewinnen konnten und andere Vereine gab, die schrumpften. Mal habe es bei dem einen Olfener Verein einen Aufwärtstrend gegeben, mal bei einem anderen. Heike Sander hofft natürlich, dass es auch mal wieder bei der kfd Olfen aufwärts geht. Auch dafür engagiert sie sich.

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