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Diebe stehlen Luxusauto in Olfen und schlachten es im Wald aus

Dreiste Diebe

Einen hochwertigen BMW haben Diebe in der Nacht zu Mittwoch in Olfen gestohlen und dann in einem Wald bei Hullern ausgeschlachtet. Möglich wurde das durch einen technischen Trick.

Olfen, Hullern

, 17.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Diebe stehlen Luxusauto in Olfen und schlachten es im Wald aus

Mit offenen Türen und geöffneter Motorhaube fanden Polizisten den gestohlenen Wagen in einem Wald bei Hullern. © Polizei

Als ein Spaziergänger den Wagen eines 36-jährigen Olfeners am Mittwoch um 7.50 Uhr in einem Wald am Alten Postweg in Hullern fand, ließ der erste Blick nicht Gutes erahnen. Die Fahrer- und die Beifahrertür standen weit offen ebenso wie die Motorhaube. Beim genaueren Hinsehen wurde das ganze Ausmaß der Tat deutlich. Wie die Polizei-Pressestelle auf Anfrage sagte, haben die Täter den Wagen weitgehend ausgeschlachtet. „Es fehlt eine komplette Technikeinheit“, sagte Rolf Werenbeck-Ueding von der Polizei in Coesfeld. Ausgebaut haben die Diebe auch das Lenkrad, Airbags und weitere Dinge, die sich offensichtlich gut zu Geld machen lassen.

Diebe nutzen offensichtlich eine Reichweitenverlängerung

Um den am Abend zuvor an der Straße Lammerkamp abgestellen Wagen stehlen zu können, haben die Diebe nach Ermittlungen der Polizei nicht einmal den Schlüssel benötigt. „Sie haben mit der Reichweitenverlängerung gearbeitet“, sagt der Polizeisprecher. Bei dem sogenannten „Keyless Go“ handelt es sich um Systeme, die es erlauben eine Autotür zu öffnen und den Motor zu starten, ohne dass man am Funkschlüssel einen Knopf drücken muss.

„Mit der Nutzung technischer Hilfsmittel kann der Elektronik des Fahrzeugs vorgegaukelt werden, dass sich der im Haus befindliche Schlüssel im Wagen befindet. Das Auto lässt sich dann ohne weitere Einschränkungen einer Wegfahrsperre nutzen“, erklärt die Polizei.

Diebe stehlen Luxusauto in Olfen und schlachten es im Wald aus

Der hochwertige Wagen wurde komplett ausgeschlachtet. © Polizei

Tür öffnet sich automatisch

Der Chaos Computer Club Aachen erklärt das Prinzip so: „In Türgriffen und Innenraum sind Sensoren integriert, die eine Handberührung erkennen. Wenn eine Berührung erkannt wird, weckt das Auto den Schlüssel über ein Funksignal auf, und führt eine bidirektionale Kommunikation mit diesem. Wenn das System feststellt, dass der Abstand zwischen dem Auto und dem Schlüssel kurz genug ist, wird die Tür geöffnet. Eine wichtige Erkenntnis: Es reicht, das 125 kHz-Signal vom Auto zum Schlüssel zu verlängern.“

Polizei rät: Schlüssel in eine Metalldose legen

Die Polizei rät Autobesitzern, Keyless-Go-Schlüssel möglichst an der dem Auto abgewandten Seite des Hauses, idealerweise in einer Metalldose, abzulegen. Um den aktuellen Fall aufklären zu können, bittet sie um Hinweise unter Tel. (02591) 7930 entgegen.

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