Borkenberge

Ehemaliges Militärgelände: Spaziergänger findet Übungsrauchgranaten

Mit Nachdruck weist die Polizei auf die Gefährlichkeit des ehemaligen Truppenübungsgeländes Borkenberge hin. Wie berechtigt diese Hinweise sind, hat sich am Sonntagmorgen (25.) gezeigt.
140 Jahre wurden große Teile der Borkenberge militärisch genutzt. Auch Jahre nach dem Abzug der letzten Soldaten finden sich immer noch Überreste der Nutzung. © Tobias Weckenbrock

Ein aufmerksamer Spaziergänger hat nach Auskunft der Polizei am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr im Bereich des ehemaligen Truppenübungsgeländes Borkenberge gegen drei ältere, militärisch aussehende Gegenstände und informierte daraufhin die Polizei. Auch das Ordnungsamt Lüdinghausen rückte zur Fundstelle aus.

Polizei und Stadtmitarbeiter identifizierten die Gegenstände als zwei Übungsrauchgranaten und eine Gefechtsfeldbeleuchtungskartusche. Aufgrund augenscheinlicher Deformationen der Behälter war die Handhabungssicherheit der Gegenstände nicht mehr gewährleistet. Spezialisten des Landeskriminalamtes NRW stellten die Behälter sicher und entsorgt sie.

Dass Spaziergänger Übungsrauchgranaten oder andere Gegenstände hier finden, überrascht nicht. Mehr als 140 Jahre wurde der Bereich militärisch genutzt. Diese Nutzung endete erste m Mai 2015 mit dem Abzug der britischen Rheinarmee. Ein Großteil der Liegenschaft wurde am im Juni 2015 ins Nationale Naturerbe übertragen.

Der frühere Truppenübungsplatz Borkenberge gehört mit seinen Heiden, Sandtrockenrasen und Mooren zu den wertvollsten Naturlandschaften Nordrhein-Westfalens. Diese wertvollen Naturflächen sind mit der Übertragung dauerhaft gesichert. In der hügeligen Sandlandschaft finden zahlreiche gefährdete Arten einen wichtigen Rückzugsraum.

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