Experte warnt im Klimawandel-Vortrag: „Warum leben wir alle so, als wenn nichts wäre?“

Klimawandel

Erich Gueng aus Billerbeck ist ein Experte in Sachen Klimawandel. Jetzt hält er einen Vortrag im Leohaus. Über die Auswirkungen der Erderwärmung. Und über eine ganz besondere Maschine.

Olfen

, 26.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Experte warnt im Klimawandel-Vortrag: „Warum leben wir alle so, als wenn nichts wäre?“

Erich Gueng (61) hält am Donnerstag im Leohaus enen Vortrag über die Folgen des Klimawandels - und über Möglichkeiten, ihm zu begegnen. © Martina Niehaus

Schmelzende Polkappen, ansteigende Meeresspiegel, unbewohnbare Regionen, riesige Flüchtlingsströme - in Sachen Klimawandel ist das Szenario, das Erich Gueng aus Billerbeck schafft, nicht unbekannt. Aber bedrückend ist es schon. Am Donnerstag, 26. Juni 2019, lädt der 61-Jährige zu einem Vortrag in Bürgerhaus ein.

Gemeinsam mit anderen Experten hat der Maschinenbauingenieur eine Privatinitiative ins Leben gerufen, die über die Folgen des Klimawandels informiert. Als militärischer Flugverkehrsleiter hat Gueng vier Jahre lang Meteorologie studiert. Er sagt: „Die Situation ist so dramatisch, dass wir dringend etwas tun müssen. Die Wissenschaft schlägt schon seit 50 Jahren Alarm - und wird nicht gehört.“

2,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid

Wenn Gueng Zahlen und Fakten benennt, kann einem ganz schön schwindelig werden. „Wasserkriege zeichnen sich ab. 80 Millionen Menschen werden sich auf den Weg machen.“ Am Äquatorialgürtel werde es unbewohnbare Gebiete geben. „Dort herrschen jetzt schon 45 Grad das ganze Jahr über. Und in diesen Gegenden leben 1,2 Milliarden Menschen.“

Bei der Co2-Konzentration bricht Erich Gueng die Zahlen auf den Kreis Coesfeld hinunter. Die 220.000 Einwohner im Kreis würden insgesamt 2,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid verbrauchen.

Doch in seinem Vortrag, der um 18.30 Uhr beginnt, geht es nicht um Schwarzmalerei. Es geht um eine Lösung. Um eine Maschine, die Kohlendioxid nicht nur vermeiden, sondern es aus der Atmosphäre entfernen kann. „Das Verfahren ist 200 Jahre alt. Es ist die Pyrolyse.“ Bei hohen Temperaturen werde Biomasse verkohlt. „Wir haben in Nottuln jemanden gefunden, der so eine Maschine gebaut hat. Ein Blockheizkraftwerk auf Basis der Pyrolysetechnik.“

Wie dieser Prototyp funktioniert und wie er eingesetzt werden kann, erfahren diejenigen, die Erich Gueng zu seinem Vortrag am Donnerstagabend im Leohaus besuchen.

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