Die Abiturienten waren 2020 an der Wolfhelm-Gesamtschule während der Abiturfeier in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Das könnte auch für 2021 eine Option sein. © Viktoria Michelt (Archiv)
Abiturfeier

Für die Abiturfeier hat die Wolfhelm-Gesamtschule Olfen Plan A und B

Die Abiturfeier der Wolfhelm-Gesamtschule Olfen soll am 25. Juni stattfinden. So steht es schon lange im Terminplan. So soll es auch sein. Corona hin oder her.

Die aktuelle Abiturientia der Wolfhelm-Gesamtschule – 72 junge Frauen und Männer – muss auf ganz schön viel verzichten. Auch der aktuelle Jahrgang kann – so wie der 2020er Abiturjahrgang – vieles nicht so machen, wie es Generationen von Abiturienten der Olfener Gesamtschule zuvor machen durften. Was jedoch geblieben ist: dass die Abi-Jahrgangsstufe zunächst Komitees gebildet habe, die für die Organisation des Abschlussballs, der Abi-Zeitung, der Zeugnisübergabe, der Mottowoche verantwortlich seien. Das sagt Schulleiter Jerome Biehle im Gespräch mit der Redaktion. Es habe einen engen Austausch zwischen Schülern und Schulleitung gegeben. „Es war schon früh klar, dass es keinen Abiball geben wird“, erklärt Jerome Biehle. Es wäre für die Schüler ein zu großes finanzielles Risiko gewesen, schon allein wegen eventueller Stornokosten.

Lob des Schulleiters

„Die Schüler hatten großes Verständnis dafür“, lobt der Schulleiter den Abiturjahrgang. „Es war dann nur allzu verständlich, dass die Schüler sich wünschen, dass dann wenigstens die Zeugnisübergabe möglichst feierlich sein solle.“ Dafür könnte das Konzept der Abiturfeier 2020 greifen. „Das haben wir alle sehr schön hingekriegt, indem wir den Jahrgang in zwei Gruppen aufgeteilt haben und diese Gruppen nacheinander bei uns im Forum gefeiert haben.“ Das Hygiene-Schutzkonzept habe es ermöglicht, dass auch die Eltern der Abiturienten dabei sein konnten.

Wenn möglich – das ist der Wunsch der Abiturienten – sollen die Eltern bei der Abifeier dabei sein. 2020 hatten sie sich unten und oben im Forum um die Schüler herum platziert. © Viktoria Michelt (Archiv) © Viktoria Michelt (Archiv)

Klingt gut. Ist aber nicht der Plan A, mit dem Schüler und Leiter – Stand jetzt – ins Rennen gehen. „Unsere Basis ist, dass wir sagen, dass am 25. Juni dann möglichst unter guten Wetterbedingungen und in einer Zeit, in der möglichst viele Menschen geimpft sind, die Schüler ihre Eltern zur Abiturfeier mitnehmen können.“ Unklar sei, ob die Feier dann mit allen Abiturienten gleichzeitig laufen kann. Wenn, dann draußen. „Da müssen wir die Großwetterlage beobachten.“ Sollte es draußen wegen des Wetters nicht klappen, dann würde die Feier laut Biehle im Forum laufen, und dann in zwei Gruppen.

Bei all den Unwägbarkeiten, die die Coronapandemie auch in Hinblick auf die letzten Wochen der Schulzeit der Abiturienten mit sich bringt, erlebt Schulleiter Jerome Biehle etwas sehr Positives, wie er erzählt: „Ich erlebe eine junge Generation, die mit dieser Herausforderung vollkommen verantwortungsvoll und auch vorbildhaft umgeht.“ Weil eben jene Generation verdiene, einen würdigen Abschluss an der Gesamtschule zu haben, sei es die Aufgabe auch der Schulleitung, es gemeinsam mit den Schülern so gut wie möglich hinzubekommen. Und es sei nicht nur eine bloße Aufgabe: „Es ist für uns Lehrer auch eine Herzensangelegenheit.“

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Redaktion Selm
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