Olfener Wahrzeichen

„Gravierende Schäden“ an Füchtelner Mühle: Tore schließen nicht möglich

Zur Wartung wurde die Stever an der Füchtelner Mühle abgesenkt. Nun ist klar: die Schäden an der Stauanlage sind so groß, dass das Wasser zunächst nicht steigen darf. Es besteht Einsturzgefahr.
Die Stauanlage der Füchtelner Mühle hat gravierende Schäden. © Daniel Magalski

Für eine umfangreiche Bestandsaufnahme zur Planung von Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an der Stau- und Wasserkraftanlage Füchtelner Mühle war der Wasserspiegel der Stever an der Stauanlage seit 25. April abgesenkt worden. Schnell wurde den Verantwortlichen beim Kreis Coesfeld klar, dass die Stauanlage beschädigt ist. Jetzt ist auch klar, wie schlimm dieser Schaden ist.

„Die so gewonnene freie Sicht auf die Bausubstanz der Stau- und Wasserkraftanlage Füchtelner Mühle hat nun erhebliche Schäden der tragenden Konstruktion zu Tage treten lassen“, teilt die beauftragte Gesellschaft des Kreises zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC) mit. Ein Gutachter habe den Schaden bewertet und Bedenken wegen der Statik. Dadurch sei es zunächst nicht möglich, die Tore des Stauwehrs zu schließen.

Wasserdruck könnte Teile des Bauwerks einstürzen lassen

Die GFC bedauert, dass damit das Anstauen der Stever auf die gewohnte Wasserspiegelhöhe nicht erreicht werden kann. „Zu groß ist die Gefahr, dass Teile des Bauwerks aufgrund des gewaltigen Wasserdrucks einstürzen könnten“, heißt es in der Mitteilung der GFC.

Glücklicherweise ist der bauliche Schaden rechtzeitig entdeckt worden, stellt Stefan Bölte als Geschäftsführer der GFC fest. Ein „spontanes Versagen“ des Bauwerks hatte wohl gravierende Schaden an Natur und Umwelt zur Folge gehabt.

Behörden prüfen Sofortmaßnahmen für Steverauen

Nun soll die Stauanlage Füchtelner Mühle so schnell wie möglich saniert werden. Das kann laut GFC allerdings mehrere Monate dauern. Doch auch trotz der geöffneten Tore könne der Hochwasserschutz gewährleistet werden.

Gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Olfen wird aktuell geprüft, ob aus naturschutzfachlicher und wasserwirtschaftlicher Sicht sofort gehandelt werden muss. Vorrang habe dabei das Ziel, die Funktion des für Fische bedeutsamen Umgehungsgewässers zu erhalten. Geprüft werde deshalb, ob kurzfristig ein Graben zur Fischtreppe an der Steverumgehung geschaffen werden muss.

Die Behörden prüfen außerdem, ob sie einen schon vorhandenen Stein-Querriegel vor der Füchtelner Mühle schon in der Woche ab dem 9. Mai erhöhen sollten, um so den „rückstaugeprägten Charakter der Stever und ihrer Aue zumindest teilweise“ wiederherstellen zu können.

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.