Großer Treckerprotest am Montag: Bei den Landwirten brodelt die Stimmung

Protestzug

So angespannt wie zurzeit sei die Stimmung unter Landwirten selten gewesen, heißt es beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband. Das wird am Montag (25.11.) nicht zu übersehen sein.

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 24.11.2019, 21:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Großer Treckerprotest am Montag: Bei den Landwirten brodelt die Stimmung

Bundesweit protestieren Bäuerinnen und Bauern. Dieses Foto entstand am 14. November in Hamburg. © picture alliance/dpa

Am frühen Montagmorgen (25.11.) brechen nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband Tausende von Landwirten zu einer Staffelfahrt von Bonn über Köln und das Ruhrgebiet nach Bielefeld auf. Auch aus dem Münsterland gibt es Teilnehmer.

Rund 700 Bauern wollen mitten durch Dortmund fahren- auf drei Strecken. Das droht den Verkehr dort lahmzulegen.

Die Landwirte wollen damit ein Zeichen setzen gegen die Agrarpläne der Bundesregierung. Am Dienstag folg ein weiteres: die bundesweite Sternfahrt nach Berlin mit Kundgebung am Brandenburger Tor.

Die Trecker rollen am Montag über Landes-, Bundes- und Stadtstraßen. Auf den Parkplätzen E1 und E2 am Remydamm in Dortmund gibt es am frühen Nachmittag (geplant ist 14 Uhr) eine Zwischenkundgebung, bevor die Demonstranten mit den Treckern in Richtung Hamm weiterfahren.

Landwirtschaftsverband: Der Druck wächst enorm

„Selten war die Stimmung unter den Landwirten so angespannt wie derzeit“, heißt es in einer Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes. Der politische Druck wachse unentwegt: „Das Agrarpaket hat das Fass zum Überlaufen gebracht.“

Die Landwirte klagen, dass die Umweltauflagen, die unter anderem eine Reduzierung von Pestiziden vorsehen und eine Verschärfung der Düngeverordnung, ihre wirtschaftliche Existenz bedrohten.

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