Das Heimathaus in Olfen bekommt einen neuen Außenaufzug, eine Klimaanlage und barrierefreie Toiletten. Dafür gibt es auch Fördergelder vom Land NRW. © Matthias Stachelhaus
Treffpunkt

Heimathaus in Olfen bekommt rund 100.000 Euro Förderung vom Land

Als Treffpunkt, für Grillabende, Fahrradknotenpunkt oder für Trauungen: Das Heimathaus in Olfen ist beliebt. Das Gebäude soll barrierefrei werden. Dafür gibt es fast 100.000 Euro Förderung.

Das Heimathaus in Olfen ist mehr als nur ein Vereinsgebäude. „Es ist eine Begegnungsstätte“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Damit möglichst viele Menschen in Olfen die auch benutzen können, muss allerdings um-, bzw. angebaut werden. Denn barrierefrei ist das Heimathaus nicht.

Das Obergeschoss ist bislang ausschließlich über die Treppe zu erreichen, behindertengerechte Toiletten gibt es ebenfalls nicht. Besonders in den Sommermonaten staut sich die Hitze in dem Haus, eine Klimaanlage soll Abhilfe schaffen. Die Kosten dafür hat die Stadt Olfen auf rund 150.000 Euro geschätzt. Viel Geld, das Stadt und Heimatverein aber nicht alleine aufbringen müssen. 99.000 Euro, also rund 65 Prozent, stehen jetzt als Förderung vom Land NRW dazu bereit.

Ludger Besse, Vorsitzender der Heimatvereins zeigt die ersten Entwürfe für den Aufzug der das Heimathaus barrierefrei machen soll.
Ludger Besse, Vorsitzender der Heimatvereins zeigt die ersten Entwürfe für den Aufzug der das Heimathaus barrierefrei machen soll. © Matthias Stachelhaus © Matthias Stachelhaus

Ein lang gehegter Wunsch des Heimatvereins gehe damit in Erfüllung. „Wir werden ein Haus haben, das seinem Namen noch gerechter werden kann“, sagt Ludger Besse, der Vorsitzende des Heimatvereins mit rund 650 Mitgliedern dazu. „Wir wollen hier etwas Positives schaffen.“

Corona zeigt Bedeutung von Zusammenhalt

Über den neuen Außenaufzug sollen etwa Rollstuhlfahrer künftig auch an Trauungen im Obergeschoss des Heimathauses teilnehmen können. Erste Entwürfe liegen bereits vor. Auch barrierefreie Toiletten soll es künftig geben. Und schließlich wird auch eine Klimaanlage installiert, damit Veranstaltungen auch im Hochsommer noch Spaß machen und die Innenräume sich nicht in eine Sauna verwandeln. Alles selbstredend unter der Voraussetzung, dass Veranstaltungen wieder stattfinden können, wenn die Corona-Pandemie überstanden ist.

Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann (2. v. r.) und der Heimatverein freuen sich darüber, dass das Heimathaus seiner Funktion als Begegnungsstätte bald noch besser gerecht werden kann.
Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann (2. v. r.) und der Heimatverein freuen sich darüber, dass das Heimathaus seiner Funktion als Begegnungsstätte bald noch besser gerecht werden kann. © Matthias Stachelhaus © Matthias Stachelhaus

Gerade durch die Covid-19-Pandemie werde nochmals deutlich, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt sei, heißt es auch in der Erklärung des Landesbauministeriums. Für Dorfgemeinschaftseinrichtungen stehen insgesamt rund 9 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Exemplarisch dafür wird in dem Bericht das Heimathaus in Olfen genannt. „Das ist natürlich besonders schön“, sagt Sendermann.

Wie genau der Eigenanteil von rund 51.000 Euro finanziert werden soll, müsse dabei noch geklärt werden, erklärte Sendermann während eines Pressetermins im Heimathaus weiter. Möglich sei eine längerfristige Refinanzierung, aber auch die Eigenleistungen des Heimatvereins bei den Arbeiten sollen eine Rolle spielen. „Ich bin sicher, dass viele Leute mithelfen werden. Zum Beispiel aus der Meisterrunde“, meint Besse.

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Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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