Heinrich Barg fertigt Garten-Kunstwerke aus Kupfer

Ungewöhnliches Hobby

OLFEN Wer das Grundstück von Heinrich und Inge Barg an der Eichenstraße in Olfen betritt, taucht in eine Märchenwelt aus Kupfer ein. Gleich am Eingang grüßt eine kupferne Eule von einem Lampenbaum, dessen Blätter ebenfalls in rötlichem Metall schimmern.

von Von Matthias Münch

, 10.07.2009, 13:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf ähnliche Weise sind auch die anderen großen Bauwerke entstanden: eine Krippe mit 800 kupfernen Dachschindeln, Windmühlen, deren Flügel sich auf alten Fahrradlagern drehen, Wassermühlen mit beweglichen Rädern, ein westfälisches Bauernhaus oder ein asiatischer Pavillon.   Vorgarten und Garten stehen voll mit den metallenen Bauten und Skulpturen. Zu den größeren Werken kommen Dutzende kleine und mittlere: Wind- und Wasserspiele, Laternen, eine Palme, Amphoren, Wildschweine, eine Schwengelpumpe und vieles mehr, was das Auge erst nach und nach entdeckt.  

Und nach dem zweiten suchenden Blick lohnt sich auch der dritte. Denn bei etlichen Kunstwerken ist Heinrich Barg auch liebevoll ins Detail gegangen. Da hat er neben den großen Mühlen und Häusern kleine Pferdewagen, Hunde oder Kühe aus Kupfer geschaffen. Sein erster Beruf hatte noch gar nichts mit dem späteren Hobby zu tun. Heinrich Barg war Industriekaufmann. „Das Löten und den Umgang mit Kupfer habe ich später während meiner Umschulung zum Augenoptiker gelernt“, erzählt der Olfener. Und das hat er ganz offensichtlich zur Perfektion gebracht.

Besonders feierlich wird die Atmosphäre in Bargs Kupferland bei Anbruch der Dunkelheit, weil dann hunderte von Birnchen und Leuchtdioden anspringen. „Ich habe alles elektrifiziert“, sagt der Künstler stolz. Und am Turm im Vorgarten dreht sich abends das Leuchtfeuer. 

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