Der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot in Olfen vor Ort. © Aschwer
Nach Großeinsatz

Im Video: Experte erklärt Reaktion der Gesamtschüler in Olfen

15 Kinder mussten am Donnerstag (17.6.) an der Grundschule in Olfen vom Rettungsdienst behandelt werden - jedoch nicht wegen der Hitze. Ein Kindertherapeut erläutert, wie es dazu kommen konnte.

Am Ende waren es nach Angaben der Bezirksregierung Münster sieben Rettungswagen und drei Notärzte, die sich am Donnerstag (17. Juni) um insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 und 11 Jahren an der Wolfhelmschule in Olfen kümmern mussten. Vor Ort wurde ursprünglich die enorme Hitze als Ursache genannt, erst später stellte sich heraus, dass es sich um eine Art psychologische Kettenreaktion gehandelt hat.

Wir haben mit dem Kinder- und Jugendtherapeuten Dr. Christian Lüdke aus Lünen über diesen Fall gesprochen. Im Video-Interview erläutert der Experte, wie es zu dieser Reaktion kommen konnte und wie man auf eine solche Situation reagieren kann.

Unterdessen hat sich auf dem Sozialen Netzwerk Facebook ein Vater zu Wort gemeldet, der offensichtlich am Vortag eine Anzeige gegen die Schulleitung gestellt hatte. Die Anzeige hatte die Kreispolizei Coesfeld auf Nachfrage bestätigt, konnte jedoch keine Angaben zum Inhalt machen.

Wie der Vater nun auf Facebook schreibt, habe er am Freitagmorgen ein halbstündiges Telefonat mit Schulleiter Jerome Biehle geführt. Dessen Schilderungen seien nachvollziehbar gewesen: „Für die öffentliche Schelte am gestrigen Abend entschuldige ich mich hier öffentlich. Die von uns gestellte Anzeige werden wir selbstverständlich zurück nehmen.“

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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