Die Ruhe vor dem Sturm: Ferdinande und Jürgen Greskamp erwarten viele Gäste am Pfingst-Samstag © Foto: Maria Niermann
Restaurants in Olfen

Innengastronomie darf öffnen: „Sie können sofort vorbei kommen“

Seit Samstag darf im Kreis Coesfeld die Innengastronomie wieder öffnen. Wir haben am Samstag in Olfen drei Lokale besucht, um zu schauen ob die Olfener dieses Angebot annehmen.

Die Freude ist durch’s Telefon zu hören: „Sie können sofort vorbeikommen. Wir sind da. Nein, sie müssen nicht anschellen, die Tür ist offen“. Das sagt Jürgen Greskamp von der Gaststätte Greskamp am frühen Abend des 22. Mai. Also an dem Tag, an dem die Innengastronomie im Kreis Coesfeld nach sieben monatiger Pause wieder öffnen darf. Zuvor war es für Gaststätten und Restaurants nur erlaubt, Essen zum Abholen oder Liefern anzubieten. Da der Kreis Coesfeld nun lange genug konstant unter einer Inzidenz von 50 lag, ist nun seit Samstag sogar die Öffnung der Innengastronomie wieder erlaubt.

Viele Gäste hatten schon die zweite Impfung

Beim Besuch einige Zeit später strahlt auch Ferdinande Greskamp. „Ich bin gerade erst mit dem Eindecken der Tische fertig. Wir sind gut ausgebucht.“ Nach sieben Monaten Corona-Schließung hat Familie Greskamp viele Buchungen von Stammgästen „die gerne gut bürgerlich essen, und die sich auf ein Wiedersehen freuen.“ Aufgrund der Reservierungen hatte Koch Jürgen Greskamp auch keinerlei Probleme mit dem Einkauf.

„Wenn ich weiß, wie viele Gäste kommen, kann ich ja dementsprechend einkaufen.“ Auch an den beiden folgenden Pfingsttagen haben viele Gäste bei den Greskamps reserviert. Wie die Kontrolle der Impf- bzw. Testnachweise funktionieren wird, wird sich zeigen, meint die Familie. „Viele unserer Gäste sind schon zweimal geimpft. Das erleichtert es bestimmt“, meint Ferdinande Greskamp.

Und was ist mit dem Bier? Kommt das frisch aus dem Zapfhahn? „Na, hören Sie mal. Selbstverständlich. Das ist für meinen Vater das A und O. Wir haben eine selbst reinigende Anlage. Unsere Gäste bekommen selbstverständlich ein frisch Gezapftes.“ Und dann muss Jürgen Greskamp auch schon wieder in die Küche, die ersten Gäste erwartet er um 18 Uhr – nach sieben Monate Wartezeit.

Abstand – und klingelnde Telefone

Gut zufrieden ist auch Maurizio Martellini, der eigentlich nur Gino genannt werden möchte. So heißt das Lokal im Leohaus nun auch Leo’s bei Gino. Er hat am Samstag vier Tische für insgesamt rund zwanzig Personen eingedeckt. „Mehr geht aufgrund der Abstandsauflagen und Hygienerichtlinien erstmal nicht. Ich möchte auch kein Risiko eingehen“, so Gino. Da laut eigenen Aussagen sein Außer-Haus-Verkauf auch in Zeiten den Lockdowns gut funktioniert hat, war der Einkauf der Lebensmittel für den Neubeginn der Innengastronomie für ihn kein Problem. Ein frisch Gezapftes gibt es bei im Leo’s noch nicht, die Zapfanlage ist noch nicht gereinigt. Aber Gino kann ganz bestimmt einen guten Roten empfehlen.

Monica und Maurizio Martellini, können nun erstmals Gäste im Leo's empfangen
Monica und Maurizio Martellini, können nun erstmals Gäste im Leo’s empfangen © Foto: Maria Niermann © Foto: Maria Niermann

Mit der Öffnung der Innengastronomie ist Ioanna Papaspyrou vom Korfu-Grill am Olfener Marktplatz nicht so zufrieden wie ihre beiden Kollegen. Ihr Team bearbeitet viele Bestellungen, es ist ein reges Kommen und Gehen, mit Wartezeiten draußen vor der Tür. Aber – im frisch renovierten Lokal hat noch niemand Platz genommen.

Ioanna Papaspyrou vom Korfu-Grill bleibt trotz schwieriger Zeiten optimistisch.
Ioanna Papaspyrou vom Korfu-Grill bleibt trotz schwieriger Zeiten optimistisch. © Foto: Maria Niermann © Foto: Maria Niermann

„Die Gäste rufen zwar an, fragen nach, ob sie bei uns essen können, aber bisher ist noch niemand tatsächlich gekommen“, so Ioanna Papaspyrou am Samstag. Sie glaubt, dass den Kunden der Aufwand zu hoch ist, einen Test machen zu müssen. „Wenn mal wieder alles offen ist, dann lohnt sich der Test eher. Jetzt holen die Menschen doch lieber ihr Essen hier ab, um es zu Hause zu verzehren.“ Die Situation sei schlimm, aber die junge Frau steckt den Kopf nicht in den Sand. „Trotzdem bin ich zufrieden“, betont sie. Zeitgleich klingelt das Telefon und es wird ein Tisch für drei Personen reserviert.

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