Internetstörungen bei Olfenkom häufen sich - das sagt der Geschäftsführer

hzLokaler Internetanbieter

Im Netz ärgern sich viele Olfenkom-Kunden über Ausfälle des Internetanbieters. Berechtigterweise? Olfenkom-Geschäftsführer Manfred Casper reagiert auf die Kritik und verspricht eine Lösung.

Olfen

, 20.11.2019, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wetten laufen schon. „Ich wette, dass es Olfenkom dieses Jahr noch schafft mindestens dreimal auszufallen“, schreibt ein Nutzer bei Facebook. „Ich wette, dass Olfenkom es dieses Jahr noch schafft, mindestens dreimal Internet zu haben“, schreibt ein anderer.

Der Ärger über einen Ausfall in der Nacht zu Mittwoch schlägt sich auf jedem Fall direkt in dem Sozialen Netzwerk wieder. Aber ist der Ärger auch berechtigt? Manfred Casper, der Geschäftsführer der Olfenkom findet das nicht. Er räumt aber auch ein, die Ausfälle in diesem Jahr: „Das war besonders viel.“

Insgesamt gab es drei Störungen. Zwei davon entstanden an der Hauptleitung, die nach Frankfurt führt, einmal in Datteln, einmal in Düsseldorf. Die dritte Störung entstand in Olfen, als ein Mitarbeiter eines Tiefbauunternehmens im Auftrag der Telekom ein Kabel mit seinem Bagger kaputt machte. In den meisten Fällen seien es individuelle Probleme bei den Kunden selbst.

Geplant - aber nicht kommuniziert

Und das Problem in der Nacht zu Mittwoch? Das hatte mit dem Kabel zu tun, das in Datteln beschädigt worden war. Das beschädigte Glasfaserkabel musste ausgetauscht werden - vorher hatte eine Übergangslösung dafür gesorgt, dass alles wieder funktionierte. „Das war ein planmäßiger Ausfall“, sagt Casper. Angedacht für die Zeit von 23 Uhr bis 4 Uhr morgens. Um 2.25 Uhr sei dann schon alles erledigt gewesen und das Netz ging wieder, sagt der Olfenkom-Geschäftsführer.

„Die Arbeiten wurden extra nachts gemacht, damit wenig Leute betroffen sind“, sagt Casper. Und die Kunden, waren die denn über den geplanten Ausfall informiert? „Wir haben uns entschlossen, es nicht anzukündigen“, sagt der Olfenkom-Geschäftsführer. Ob nun mit oder ohne Ankündigung, den Aufschrei in den Sozialen Medien würde es sowieso geben.

Ohnehin findet der Olfenkom-Geschäftsführer die Kritik unfair. „Wir haben sehr viele Kunden, die zufrieden sind“, sagt er, „aber da redet keiner drüber.“ Außerdem sagt er: „Ich kann einem Kunden schnell helfen, wenn er sich bei uns meldet, über die Sozialen Medien erfahre ich es nur aus zweiter Hand.“ Wenn jemand auf den Anrufbeantworter der Olfenkom spreche, habe er die entsprechende Nachricht zwei Minuten später auf dem Handy. Dann werde man dem Kunden helfen, egal, ob am Wochenende oder am Feiertag. „Wir bemühen uns nach Kräften“, sagt Manfred Casper.


Eine zweite Leitung als Back-Up

Dennoch, für die Langstreckenleitung, die in diesem Jahr besonders oft ausgefallen ist, obwohl sie zuvor, laut Casper, zehn Jahre ohne Störung blieb, gibt es Abhilfe: Eine Backup-Leitung. „Die springt automatisch an, wenn die Hauptleitung ausfällt“, sagt Casper. Wenn man in dem Moment zum Beispiel telefoniere, dann höre man vielleicht nur ein kurzes Knacken in der Leitung, aber die Verbindung bleibt bestehen.

Möglich wird das durch die aktuellen Arbeiten im Außenbereich: insgesamt 60 Kilometer Tiefbauarbeiten und 30 Bauernhöfe, die an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Da sich hier Leitungen kreuzen ist der Anschluss der Backup-Leitung möglich. „Wir haben in der Vergangenheit kein Geld dafür gehabt“, sagt Casper. Er erklärt: Eine zweite Leitung nach Frankfurt koste von Dortmund aus 1500 Euro, von Olfen aus 5000 Euro pro Monat.

Die Server dafür stehen schon, sagt Casper. Sobald die Leitung geschaltet werden könne, werde sie auch geschaltet. Das kann also schon bald der Fall sein. Zusätzliche Kosten würden für die Kunden keine entstehen. Und ein Ausfall wäre dann sehr unwahrscheinlich. Natürlich nicht unmöglich, denn die Technik ist kompliziert: „Zu 100 Prozent kann man eine Störung nicht ausschließen.“

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