Feuerwehreinsatz

Katze kommt um bei folgenschwerem Feuer in Olfener Einfamilienhaus

Es ging um Leben und Tod, als die Feuerwehr Ostersonntag ausrückte zu einem Kellerbrand. Die Hauseigentümer hatten sich selbst zwar in Sicherheit bringen können, aber nicht ihre Katzen.
Einer von 60 Feuerwehrleuten, die in Olfen im Einsatz waren. © Feuerwehr Olfen

Jede Menge Rauch, der aus dem Erdgeschoss quoll, hat die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr empfangen, als sie am Ostersonntag mittags bei einem Einfamilienhaus an der Otto-Hahn-Straße eintraf. Die Alarmierung war um Punkt 12.34 Uhr erfolgt. Die Feuerwehrleute waren umgehend zur Stelle: ein Einsatz, der vier Stunden dauern würde. Und der folgenschwer enden sollte, nicht nur für eines der Haustiere.

Alle Bewohner hatten bereits vor Eintreffen der Feuerwehr das Gebäude verlassen, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilt. Das heißt: Alle menschlichen Bewohner. Denn zwei Katzen waren zu diesem Zeitpunkt noch vermisst.

Feuerwehrleute arbeiten unter Atemschutz

Der Hauseigentümer gab vor Ort an, dass sich der Rauch vom Keller aus rasch in die oberen Geschosse ausgebreitet hatte. Die Feuerwehrleute bildeten zwei Trupps, die mit Atemschutzgeräten und jeweils einem C-Rohr ausgestattet über unterschiedliche Wege in den Keller vorrückten. Zeitgleich ging ein weiterer Trupp unter Atemschutz in das Dachgeschoss – auf der Suche nach den vermissten Katzen.

Eine Katze konnten die Feuerwehrleute schnell entdecken und aus dem Haus bringen. Die Besatzung eines Rettungswagens, der ebenfalls vor Ort war, hat das Tier mit Sauerstoff versorgt. Für die zweite Katz kam leider jede Hilfe zu spät. Die Einsatzkräfte konnten sie nur noch tot bergen. Die Feuerwehrleute im Keller entdeckten die Ursache für das Unglück: eine brennende Sauna.

Haus ist erst einmal unbewohnbar

Der Einsatz hatte es in sich: Der Brandrauch und die Wärme stauten sich stark, wie der Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Das habe die Brandbekämpfung erschwert. Insgesamt zehn verschiedene Trupps kamen unter Atemschutz zum Einsatz, um zu löschen und die notwendigen Nachlöscharbeiten durchzuführen. Nachdem das erledigt war, gab es noch immer viel zu tun: Belüftungsmaßnahmen mit Hilfe von zwei Hochleistungslüftern. Im Laufe des Tages erfolgt eine Brandnachschau. Die Feuerwehr kam zu dem Schluss: „Das Gebäude ist zurzeit unbewohnbar.“

Die Feuerwehr war mit rund 60 Einsatzkräften im Einsatz. Unterstützt wurde die Feuerwehr Olfen durch den Löschzug Vinnum, einer Drehleiter und einem Löschfahrzeug der Feuerwehr Lüdinghausen sowie einem Rettungswagen.

Warum es zum Feuer in der Sauna gekommen ist, ist bislang unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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