Kirchengemeinde St. Vitus Olfen macht es möglich: Ferienfreizeit trotz Corona

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In Coronazeiten bietet die Kirchengemeinde St. Vitus eine Ferienfreizeit an. Möglich machen dies ein neues Ziel und ein besonderes Konzept. Jetzt hoffen die Organisatoren auf Unterstützung.

Olfen

, 01.07.2020, 19:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Wochen aktiv und kreativ sein, die Region erkunden - und vor allem ganz viel Spaß haben. Ferienfreizeiten sind Urlaub ohne Eltern, aber nicht ohne Aufgaben und Pflichten. Offensichtlich kein Problem, die Plätze sind in der Regel schnell ausgebucht. Olfen bildet keine Ausnahme.

Das Don Bosco Haus in Simmerath (Eifel) hatten die Organisatoren um Christin Jeising vor etlichen Monaten als Ziel für die diesjährige Freizeit ausgewählt. Weil das Interesse aber so groß war, hat sich das Team in Absprache mit Pfarrer Franke nach einer Alternative umgeschaut und sich für das Schullandheim Gerdshütte, vor den Toren Bremens entschieden.

Auch das zweite Ziel Bremen funktioniert nicht

Doch dann kam die Coronakrise. Viele Organisatoren haben ihre Ferienfreizeiten abgesagt. „Wir haben relativ lange abgewartet“, sagt Christin Jeising. Bis klar war, dass in Bremen bis Ende August keine Gruppenreisen möglich sind. Zum Glück hatte die Kirchengemeinde keinen finanziellen Schaden, sie konnte die Buchung auf das Jahr 2021 schieben.

Das Orgateam jedoch stand vor der schwierigen Aufgabe, ein Ziel zu finden, das die Anforderungen der Coronakrise erfüllt. Fündig wurde es im Sauerland. Die Gruppenherberge Meschede verfügt über 100 Betten. Weil die Olfener aber mit 41 Teilnehmern im Alter von 8 bis 16 Jahren, 9 Betreuern und einem Küchenteam anreisen, können Abstandsregeln locker eingehalten werden.

Allerdings unterscheidet sich das diesjährige Lager grundlegend von den Freizeiten in den vergangenen Jahren. Die Verantwortlichen haben sich beispielsweise gegen eine Fahrt in einen Freizeitpark entschieden. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, sagt Christin Jeising.

Programm unterscheidet sich deutlich von früheren Angeboten

Es gebe zwischen dem 26. Juli und 8. August „ein Programm am Haus“ mit Bastel- und Kreativangeboten sowie Shows wie „Wetten, dass“. Hilfreich bei der Umsetzung ist die Regelung, die bei Bezugsgruppen von 10 Kindern keine Masken und keinen Mindestabstand vorschreibt.

Dennoch haben die Freizeit-Verantwortlichen alle Teilnehmer und ihre Eltern befragt, ob sie an der Anmeldung festhalten wollen. Das eindeutige Ergebnis: 39 der 41 angemeldeten Kinder sind weiter dabei, zwei fahren nicht mit. Dafür rücken zwei Jugendliche nach, deren ursprüngliche Urlaubspläne sich zerschlagen haben.

Nach diesem „langen Hin und Her“ ist die Arbeit für das Orga-Team nicht getan. In der Gruppenherberge Meschede versorgen sich die Olfener selbst. Erstmalig in der Geschichte der Ferienfreizeit bitten die Verantwortlichen die Bürger um Lebensmittelspenden. Gefragt sind beliebte Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Bockwürstchen. Letztmögliche Abgabe ist Sonntag, 19. Juli, nach der Messe.

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