Wird es einen Herausforderer für Amtsinhaber Wilhelm Sendermann geben?

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Die Kommunalwahl rückt mit großen Schritten näher - doch die Corona-Krise macht die Vorbereitung für die Parteien nicht leicht. Haben Grüne, SPD, FDP und UWG dennoch eigene Kandidaten?

Olfen

, 28.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vieles ist in Corona-Zeiten noch unsicher, aber eines scheint unverrückbar festzustehen: Die NRW-Landesregierung hat nochmals bekräftigt, dass die Kommunal- und Bürgermeisterwahl am 13. September wie geplant stattfinden. Sowohl die Wahllokale sollen öffnen als auch die herkömmliche Form der Briefwahl wird möglich sein.

Für die Parteien vor Ort ist das eigentlich das letzte Startsignal, um die Kräfte für den Wahlkampf zu sammeln und sich entsprechend aufzustellen. Doch welche der Olfener Parteien wird einen eigenen Bürgermeisterkandidat ins Rennen schicken? Die CDU hatte schnell klar gemacht, dass Amtsinhaber Wilhelm Sendermann wieder kandidieren wird. Doch wird es einen Gegenkandidaten geben?

FDP stell keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten auf

Zumindest nicht seitens der FDP. Rainer Möllney, stellvertretender Vorsitzender, Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzender der FDP im Olfener Stadtrat sagte, dass die FDP keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten aufstellen wird. „Das wäre anmaßend“, sagt Möllney. Ob die FDP im Wahlkampf für Bürgermeister Wilhelm Sendermann werben wird, ließ der Fraktionsvorsitzende indes offen.

Fest steht hingegen, dass die Freien Demokraten alle 16 Wahlbezirke besetzen können und werden. Allerdings gibt es aktuell noch keine feste Zuordnung, auch noch nicht über die gerade für die kleineren Parteien wichtige Reserveliste.

Wann die Entscheidung darüber fällt, ist unklar. Die Corona-Krise lässt eine Planung nicht zu.

Möllney kündigte im Gespräch mit unsere Redaktion an, dass es bei der Besetzung der Wahlbezirke „einige neue Gesichter geben wird“. Namen nannte der stellvertretende Vorsitzende aber nicht. Als Wahlziele der FDP bei der Kommunalwahl benennt Rainer Möllney: „Wir wollen die Politik der vergangenen 20 Jahre fortsetzen und damit aufpassen, dass die CDU nicht zu viel Geld verschwendet.“

Auch die Grünen haben keinen eigenen Bewerber

Auch die Olfener Grünen bleiben dabei, keinen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufstellen zu wollen. Doch Sprecher Ralf Wozniak erklärt, dass man hoffe, sich mit den anderen Fraktionen auf zumindest einen Gegenkandidaten einigen zu können, um dem Wähler eine Alternative bieten zu können. „Da sind wir gerade noch in der Abtastphase“, sagt Wozniak, und die werde durch Corona deutlich erschwert.

Für die Grünen wäre es eine Rückkehr in den Rat nach über 12 Jahren. Was die Aufstellung der eigenen Kandidaten für die Wahlbezirke sowie die Reserveliste betrifft, sei den Grünen der Zeitplan durch die Krise „um die Ohren geflogen“. Doch: „Wir haben 16 Kandidaten für die Direktwahlliste, und sobald es die Freigabe für ein Treffen gibt, werden wir das auch anberaumen“, erklärt Wozniak. Denn satzungsgemäß müsse eine solche Kandidatenaufstellung Face to Face erfolgen und dürfe nicht über virtuelle Wege passieren.

Wozniak ist indes zuversichtlich, dass es im Juni zu einem Treffen kommen kann. Und bis zum Meldeschluss am 16. Juli hätte man ja auch noch Zeit. Doch erschwert würde der Wahlkampf durch die Corona-Krise allemal.

Keine Stellungnahmen von SPD und UWG

Keinerlei Rückmeldungen gab es trotz mehrfacher Nachfragen und Kontakt-Aufnahmeversuche von SPD und der UWG. Wie sich die Unabhängige Wählergemeinschaft und die Sozialdemokraten für die Kommunalwahl aufstellen wollen, ist daher ein gutes Vierteljahr vor der Kommunalwahl noch völlig unbekannt.

Auch aus den Reihen der SPD sickert bislang nichts nach draußen. Alle Mitglieder verweisen auf den Stadtverbandsvorsitzenden Marcus Vieting, der jedoch in diesen Tagen auch für viele Parteifreunde nicht erreichbar zu sein scheint. Immerhin: Bei der Fraktionssitzung am vergangenen Dienstag soll er anwesend gewesen sein.

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