Krach um Lärmschutz

Olfen Der Feststellungsbeschluss und die durchzuführende Auslegung und Beteiligung Träger öffentlicher Belange zum Bebauunsplan Appelstiege I und II sind zwar bereits im Rat beschlossen worden, doch der Bauausschuss befasste sich noch einmal mit dem Thema.

11.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Michael Welkers von der UWG hatte nach einer Bauausschusssitzung in einer Presseerklärung festgestellt, man könne auf die geplante Lärmschutzwand entlang der Dattelner Straße verzichten, da auch vor dem Caritas-Wohnheim keine Mauer stehe. Die Verwaltung sah sich so gezwungen, dieses Thema noch einmal zu beleuchten.

«Bei der Aufstellung von Bebauungsplänen halten wir uns an Richtlinien, müssen auch die Lärmschutzverordnungen einhalten», so Beigeordneter Wilhelm Senderman.

Es sei Aufgabe kommunaler Bauleitplanung, in Wohngebieten auch eine angemessene Nutzung der Außenwohnbereiche und ein möglichst störungsfreies Wohnen zu ermöglichen. «Der Planentwurf berücksichtigt aktive und passive Schallschutzmaßnahmen zum Schutz der direkt an der Straße liegenden Grundstücke.» Dies seien die Lärmschutzwand und Schallschutzfenster.

Gestaltungsmöglichkeit

«Bei dem Caritas-Wohnheim ist die Gewährleistung des Immissionsschutzes auf das durchzuführende Baugenehmigungsverfahren verlagert worden.» Dies sei möglich gewesen, da es sich um eine Fläche von über 4000 Quadratmetern handele, die Gestaltungsmöglichkeiten auch bei der Wahl von Schallschutzmaßnahmen ermögliche. Von Seiten des Bauherrn ist bei dem Bau auf aktive Schallschutzmaßnahmen verzichtet worden, da man Terrassen, Balkone und die nutzbare Außenfläche im Innenbereich des als Hufeisen ausgebildeten Gebäudes angelegt hat.

Sendermann: «Die Zimmer im Erdgeschoss wurden zusätzlich mit Fenstern der Schallschutzklasse 4 ausgetattet.» Bürgermister Josef Himmelmann ergänzte, diese Zimmer hätten zusätzlich eine Belüftung erhalten.

Himmelmann: «Solche Maßnahmen scheiden aber bei den vergleichsweise kleinen Grundstücken in den Baugebieten Appelstiege I und II aus.» Diese seien lebensfremd und nicht zu verfolgen. «Wir müssten dann einen Balkon oder Terrasse verbieten und eine Zwangsbelüftung vorschreiben.»

Kritik an UWG

Michael Welkers von der UWG sah sich der Kritik des Ausschusses ausgesetzt, denn all diese Informationen seien bekannt gewesen. «Ich nehme dies zur Kenntnis», so der sachkundige Bürger der UWG.

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