Darum dürfen auch Landwirte kein Wasser mehr aus Flüssen und Bächen pumpen

Niedrigwasser

Der trockene Sommer hinterlässt Spuren: Die Aa ist auf den ersten Kilometern bereits ausgetrocknet, andere Flüsse führen wenig Wasser. Jetzt greift der Kreis Coesfeld ein.

Olfen, Nordkirchen

, 08.08.2019, 12:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Darum dürfen auch Landwirte kein Wasser mehr aus Flüssen und Bächen pumpen

Lang, lang ist es her, dass die Stever viel Wasser mit sich geführt hat. Aktuell muss der Fluss mit Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal gespeist werden. © Foto: Theo Wolters

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit bittet die Untere Wasserbehörde des Kreises Coesfeld die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Coesfeld darum, kein Wasser aus den Fließgewässern mehr zu entnehmen. Nach Einschätzung des Olfener Ortslandwirts Bernhard Brüse betrifft das kaum Landwirte in der Stadt.

Er selbst kennt keinen Bauern, der tiefe Bohrlöcher gebohrt hat, um anschließend mit dem Grundwasser die Felder zu bewässern. Allerdings Landwirte mit großen Vorratsbecken, die das vor der großen Trockenheit gesammelt Wasser zur Bewässerung nutzen. Wasserentnahme von Stever und Lippe sei bei den Olfener Landwirten kein „großes Thema“.

100.000 Kubikmeter werden aus dem Kanal in die Stever gespeist

Wie der Kreis Coesfeld berichtet, gibt es im Einzugsgebiet der Stever wie schon im Sommer 2018 eine Besonderheit. Die Gelsenwasser AG leitet in Senden aus dem Dortmund-Ems-Kanal Wasser täglich rund 100.000 Kubikmetern in die Stever.

Mit dem eingespeisten Wasser sollen die Trinkwassertalsperren in Haltern versorgt werden. Für Direktentnahmen, etwa für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen, steht es nicht zur Verfügung“, sagt Hermann Mollenhauer, Leiter der Unteren Wasserbehörde. Das gilt für alle Inhaber einer Erlaubnis zur Entnahme von Wasser aus Fließgewässern. Mollenhauer weist darauf hin, dass bei Verstößen ein Bußgeld droht.

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