Lange Vorgeschichte: Darum wird jetzt an den Wegen an der Kökelsumer Straße gearbeitet

hzKökelsumer Straße

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Karl-Heinz Lueg bereits mit den teils maroden Fußgängerwegen an der Kökelsumer Straße. Nun konnte er einen Erfolg feiern, der vielen Menschen helfen soll.

Olfen

, 03.08.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Steine sind auf den Gehwegen an der Kökelsumer Straße um ein paar Zentimeter abgesackt. Für die meisten ist das zwar noch lange kein Hindernis, aber für manche eben doch - zum Beispiel für Menschen, die mit Rollatoren unterwegs sind. Dieses Problem hat nun auch die Olfener Stadtverwaltung erkannt. In der Juli-Ausgabe des Olfener Amtsblattes hieß es, dass die Stadt die Notwendigkeit sehe, den Fußweg zu reparieren.

Allerdings auch wirklich nur den Fußweg. Denn für die andere Hälfte der Wege ist der Kreis Coesfeld zuständig, bestätigt Sarah Misch von der Stadt Olfen. Und „für den Radweg sieht der Kreis keinen Handlungsbedarf“, erklärt sie.

Arbeiten haben bereits vor einigen Wochen begonnen

Tatsächlich haben die Arbeiten am Fußgängerweg nun schon begonnen. In der 28. Kalenderwoche, also zwischen dem 8. und 14. Juli, starteten die Arbeiten an den Wegen auf beiden Seiten. Voraussichtlich enden sie irgendwann zwischen dem 12. und 16. August, heißt es vonseiten der Stadt.

Lange Vorgeschichte: Darum wird jetzt an den Wegen an der Kökelsumer Straße gearbeitet

An manchen Stellen haben die Umbauarbeiten an der Kökelsumer Straße sogar bereits begonnen. © Pascal Albert

Erste Stellen wurden bereits ausgebessert und auch ein paar Markierungen sind dort schon zu sehen. Dass die Instandsetzung nun schon so schnell begonnen hat, freut auch den seit 1970 in Olfen lebenden Karl-Heinz Lueg. Allerdings ärgert es ihn dennoch, dass erst jetzt etwas passiert. Die Erkenntnis, dass der Weg instandgesetzt werden müsse, „kommt zwar spät, aber immerhin ist sie gekommen“.

Erste Bitte um Instandsetzung vor 13 Jahren

Denn schon seit 13 Jahren beschäftigt ihn der Rad- und Fußgängerweg an der Kökelsumer Straße. Immer wieder hatte er versucht, die Stadt davon zu überzeugen, dass die Wege saniert werden müssten. Ob es weitere Beschwerden bezüglich des Weges gegeben hat, sei ihm allerdings nicht bekannt.

Angefangen hatte es am 9. Mai 2006, als er in einer Sitzung des Bau- und Umweltausschusses den Zustand des Weges bemängelte. Schon damals sei der Weg in einem „desolaten Zustand“ gewesen, sagt er.

Einige Monate später wies er erneut auf den problematischen Zustand hin. Der schon damals anwesende und heutige Olfener Bürgermeister Wilhelm Sendermann führte aus, dass diese Angelegenheit in einer der nächsten Sitzungen diskutiert werden solle.

Auslegung ist Ermessenssache

„Gemäß der Empfehlung für Fußgängerverkehrsanlagen (EFA) sind Gehwege in einem einwandfreien Zustand zu halten“, erklärt Sarah Misch. Allerdings sei „die Auslegung, ab wann ein Weg nur noch eingeschränkt nutzbar ist, Ermessenssache“.

Lange Vorgeschichte: Darum wird jetzt an den Wegen an der Kökelsumer Straße gearbeitet

An vielen Stellen ist es deutlich erkennbar, dass der Fußgängerweg nicht eben ist. © Privat

Im Frühling 2010 erinnerte Karl-Heinz Lueg in einer weiteren Sitzung alle Anwesenden erneut an den Bürgersteig. Wilhelm Sendermann erklärte, dass die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkomme. Es wurde beschlossen, dass die Verwaltung sich besagte Stelle ansehen werde.

Kosten für Sanierung schon 2010 geschätzt

Dass der Gehweg regelmäßig geprüft wurde, bestätig auch Sarah Misch. Und „akute Gefahrenstellen wurden entsprechend beseitigt“, sagt sie. Aktuell werde aber der ganze Weg auf beiden Seiten saniert und damit auch an Stellen, von denen keine unmittelbaren Gefahren ausgehen - auch um die Bildung von Pfützen zu vermeiden.

Im Herbst 2010 wurde ein Sanierungskonzept für die Olfener Gemeindestraßen präsentiert. Darin wurde auch auf zwei Seiten die Kökelsumer Straße und das Problem mit den absackenden Steinen auf dem Fußweg thematisiert. Die Kosten wurden damals auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Eine neue Schätzung gebe es nicht, erklärt Sarah Misch.

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