Menschen strömen weiter zum Lippestrand Olfen - Stadt plant neue Maßnahmen

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Der relativ kleine Graben und die Zäune an der Lippe in Olfen zeigen nicht die erhoffte Wirkung. Die Menschen machen den Strand zum „Naturbad“ - die Stadt Olfen wünscht weitere Schritte.

Olfen

, 12.08.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Fazit der Stadt Olfen nach dem warmen Wochenende ist ernüchternd: „Die Maßnahmen und Schilder an der Lippe werden nicht akzeptiert und nicht befolgt“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Allerdings sei der Ansturm nicht so stark gewesen wie vor der Absperrung.

Mit seiner Kritik ist Sendermann nicht alleine. In Sozialen Netzwerken wird intensiv über die Situation diskutiert. „Ich bin im Moment echt sauer“, schreibt eine Userin bei Facebook. Sie macht sich für einen stärkeren Einsatz des Ordnungsamtes stark. Der schöne Sandstrand und der Aussichtspunkt am Strand der Lippe seien total vermüllt. „Zudem standen dort ca.15 Autos im absolutem Halteverbot.“

Nicht mit der Situation abfinden

„Das ist wunderschön, man nimmt sich das“, beschreibt Sendermann die Menschen, die das Verbot ignorieren. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Schwimmmöglichkeiten in Coronazeiten insgesamt eingeschränkt seien, doch würden Erholungssuchende „ruhige Plätzchen am Kanal finden.“

Auf keinen Fall wolle sich die Stadt Olfen mit der Situation abfinden. „Irgendwann müssen wir mit anderen Maßnahmen beginnen“, sagt der Bürgermeister. Er kann sich beispielsweise tiefere Gräben vorstellen. „Gute Erfahrung haben wir auch mit der Beweidung von Flächen gemacht, die nicht betreten werden sollen.“ Allerdings hat die Sache einen Haken, die Flächen gehören nicht der Stadt, die Verwaltung kann weitere Dinge nicht einfach umsetzen.

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