Kai Mitteldorf in der künftigen Werkstatt des Mercedes-Autohauses in Olfen. Der Rohbau ist fertig, in den nächsten Tagen können die Bodenfliesen gelegt werden. Die Mitarbeiter dürfen sich auf einen Licht durchfluteten Arbeitsplatz freuen. © Thomas Aschwer
Neues Autohaus

Mercedes eröffnet neues Autohaus in Olfen an einem besonderem Datum

Mit großen Schritten schreitet der Neubau von Mercedes in Olfen voran. Mittlerweile steht auch der Eröffnungstermin des Autohauses im Gewerbegebiet fest - es ist ein ganz besonderes Datum.

Viel los ist auf der Baustelle von Mercedes im neuen Olfener Gewerbegebiet: Die Mitarbeiter einer Torfirma sind bereits bei der Endmontage, die Putzer kommen zügig voran, selbst die besonderen Konstruktion für die Hebebühnen in der Werkstatt sind bereits eingelassen. Es läuft. Trotz der Pandemie, trotz Lieferschwierigkeiten in vielen Wirtschaftsbereichen.

Kai Mitteldorf von der Geschäftsleitung des Autohauses kann recht entspannt über den Baufortschritt und weitere Schritte berichten. „Wir haben viel Glück gehabt.“ Und das doppelt. Bis auf die Dämmstoffe, die sehr früh bestellt waren, habe es keine Lieferverzögerungen gegeben. Was noch wichtiger ist: „Wir hatten bislang keine Coronainfektion auf der Baustelle.“

Der Blick der Geschäftsleitung richtet sich mittlerweile auf das letzte Septemberwochenende. Ja, am Sonntag (27.) ist Bundestagswahl. Doch an diesem Wochenende möchte sich das Autohaus auch allen interessierten Menschen vorstellen. Möglichst mit zwei Tagen der offenen Tür am Samstag (26.) und halt dem Wahlsonntag. Aktuell gibt es zwei Szenarien.

Pandemie-Entwicklung entscheidet über Eröffnungsfeier

Wenn es die Pandemie zulässt, gibt es eine Eröffnung mit verschiedensten Aktionen. Sollte sich die aktuell positive Entwicklung in der Pandemie allerdings umkehren, kommt Plan B zum Einsatz. Dann müsste – je nach Inzidenzlage und geltender Vorschriften – das Programm deutlich eingedampft werden. Aktuell ist Mitteldorf angesichts des Impftempos verhalten optimistisch.

Diese positive Grundhaltung hat die Verantwortlichen auch zu einem anderen einschneidenden Schritt veranlasst. Mit der Eröffnung des Autohauses in Olfen und der damit verbundenen Aufgabe der Standorte in Lüdinghausen und Datteln verschmelzen die beiden Unternehmen Mitteldorf KG in Haltern am See und Fritz Schopp KG in Lüdinghausen und Datteln zu einem Unternehmen. Die künftige Firmierung lautet Autohaus Mitteldorf KG mit den Standorten in Olfen und Haltern.

„Es handelt sich nicht um den Verkauf einer Firma oder eine neue Gesellschafterstruktur“, sagt Kai Mitteldorf. Vielmehr komme das Unternehmen mit dem Namen einem Wunsch von Mercedes Benz entgegen. Allerdings räumt Mitteldorf auch ein, dass es auch wirtschaftliche Gründe für die Verschmelzung gibt. Bislang mussten die Fritz Schopp KG und die Mitteldorf KG jeweils eigene Lizenzen für teure Spezialprogramm bezahlen. Die Zusatzkosten fallen künftig weg.

Unternehmen hat im vergangenen Jahr fast 1000 Fahrzeuge verkauft

„Die positiven Dinge überwiegen“, sagt Kai Mitteldorf. Wohl wissend, dass sich Menschen aus Datteln oder Lüdinghausen erst einmal an den neuen Namen gewöhnen müssen. Nicht die einzige große Veränderung. Kunden aus den beiden Orten haben künftig in der Regel einen längeren Weg zu „ihrem Mercedes-Händler“. Die Geschäftsleitung will sie mit Mobilitätskonzepten wie Hol- und Bringservice überzeugen. „Auch die bekannten Ansprechpartner bleiben“, verspricht Mitteldorf.

Es geht zügig voran auf der Mercedes-Baustelle. Jetzt steht auch das Eröffnungsdatum fest.
Es geht zügig voran auf der Mercedes-Baustelle. Jetzt steht auch das Eröffnungsdatum fest. © Thomas Aschwer © Thomas Aschwer

Trotz der Pandemie blickt er mit Hans-Peter Renkewitz auf eine „wirklich gutes Jahr“ im Gebrauchtwagengeschäft zurück. „Wir haben insgesamt knapp 1000 Fahrzeuge verkauft.“ Auch aktuell bewege das Geschäft auf einem „ordentlichen Niveau.“ Allerdings gibt es jetzt ein anderes Problem für den Händler, der sich auf den Verkauf junger Gebrauchter Mercedes-PKW spezialisiert hat. „Es gibt kaum Ware.“ Nicht die einzige Hürde.

Trotz eines Inzidenzwertes von unter 50 im Kreis Coesfeld gelten für interessierte Kunden nach Aussagen von Kai Mitteldorf besondere Regeln – wie beispielsweise in der Außengastronomie. Sie müssen damit beispielsweise einen negativen Test vorlegen oder bereits vollständig geimpft sein. „Diese Regelung sollte schnellstmöglich korrigiert werden“, fordert Kai Mitteldorf und verweist auf die geringe Zahl von Menschen, die sich gleichzeitig in den Autohäusern aufhalten. Dazu könne problemlos immer ein großer Abstand eingehalten werden.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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